FranceMobil Bremen macht am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen Station

Pop- und Rock-Titel, aber bitte auf Französisch

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Guilhem Arnould verteilt kleine Aufgaben an die Schüler.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Dienstagmorgen, 10.20 Uhr. Der zehnte Jahrgang des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums hat sich zur Französischstunde im Lernatelier eingefunden. Zu Gast ist Guilhem Arnould vom FranceMobil Bremen.

Nicht nur die 27 Schüler sind gespannt, was nun kommt. Auch Französischlehrerin Nicola Diedrich hat Platz genommen und schaut zu ihrem Gast. Dieser fängt mit einer leichten Aufgabe an: Vorstellungsrunde. Die Schüler nennen Name, Alter, Wohnort und Lieblingssportart in perfektem Französisch. „Diese einfache Übung soll den Mädchen und Jungen erst einmal die Angst nehmen“, erklärt Nicola Diedrich.

Danach verteilt Arnould Zettel mit Fragen. Zu zweit machen sich die Schüler daran, sich die Fragen oder Aufgaben vorzulesen und zu beantworten. „Was ist dein Lieblingssport?“, „Nenne fünf französische Städte“ oder „Was ist dein französisches Lieblingswort?“.

„Die machen das alle richtig gut“, lobt Nicola Diedrich, die zwischendurch nach unbekannten Vokabeln gefragt wird.

„Ihr redet gut, seit kommunikativ, nehmt aber auch ein bisschen das Deutsch zur Hilfe“, schließt sich Arnould dem Lob an.

Die Schüler bilden nun kleine Gruppen. Erste Aufgabe: Sie sollen sich einen Gruppennamen auf Französisch ausdenken. Es kommen Namen wie „Les baguettes“ und „Les femmes suspers“ dabei heraus.

Währenddessen hat der Lektor zwölf Songtitel an die Tafel geschrieben. Danach spielt er die Lieder ab, von Rap bis Pop, von Chanson bis Rock. Die Jugendlichen sollen die Songs den Titeln an der Tafel zuordnen.

Nun hat Arnould die volle Aufmerksamkeit. Kaum sind die ersten Töne zu hören, flitzt einer los und kreist den Namen ein. Die Gruppe erhält einen Punkt. Viel zu schnell ist die Stunde vorbei.

„Das FranceMobil ist an diesem Tag für die siebten und zehnten Klassen da“, erläutert Organisatorin Sarah Stöger. „Es soll ein bisschen Werbung sein für diejenigen, die Französisch wählen oder abwählen können.“

Das Deutsch-Französische Jugendwerk und das Institut francais Deutschland haben mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung den Startschuss für zwölf junge französische Lektoren gegeben, die ein Jahr lang durch Deutschland fahren, um Schüler spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern.

Guilhem Arnould ist einer von ihnen. Er hat sich selber einige unterschiedliche Themenbereiche erarbeitet, die er an den Schulen anwendet. Dazu gehören Lieder, Spiele sowie dem Alter und Wissensstand angepasste Quiz-Fragen. „Das habt ihr echt gut gemacht“, lobte er am Ende der Stunde.

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