Kommunalwahl in Twistringen

Fragen zur Wahl: Kinder, Jugendliche und Senioren

Spielende Kinder
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Symbolfoto: dpa/Monika Skolimowska

Twistringen – Welche Partei vertritt welche Position zu wichtigen Themen? Um eine Antwort darauf zu bekommen, haben wir einen Fragenkatalog verschickt. Die Antworten veröffentlichen wir in loser Reihenfolge. Unter anderem wollten wir wissen: Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die jüngeren Generationen in Twistringen, und was möchten Sie für Senioren tun?

CDU, Anja Thiede: In Twistringen wollen wir uns für alle Altersgruppen gleichermaßen einsetzen. Jugendliche und Senioren haben zwar nicht immer die gleichen Wünsche, aber unsere Aufmerksamkeit zu gleichen Teilen verdient. Weiterhin wollen wir uns daher in den kommunalen Gremien für die Entwicklung der Schulen und Kitas einsetzen. Ebenso ist für uns die Weiterentwicklung der ÖPNV-Angebote ein Anliegen, um allen Bürgerinnen und Bürgern mehr Flexibilität und damit auch mehr Freiheit zu ermöglichen. Uns ist dabei die Beteiligung der Bürger besonders wichtig, weshalb wir nun, aber insbesondere auch während der Ratsperiode, fortwährend direkt ansprechbar sein werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt noch mehr in den Dialog mit den verschiedenen Vereinen und Altersgruppen tritt, um Probleme und Anregungen aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Der Neubau der Turnhalle und die Ausnutzung der dortigen Synergieeffekte ist für uns ein gutes Beispiel.

FWG, Ulrich Helms: Über den Schwimmpark und die Bücherei hinaus müssen weitere attraktive Freizeitangebote (Bowlingbahn/Diskothek) geschaffen werden, insbesondere für Jugendliche im Alter ab 14 Jahren aufwärts, mit der Möglichkeit, sich zu treffen und gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen. Auch für die Senioren sind Freizeitangebote zu gestalten – Mehrgenerationenpark –, wobei in diesem Zusammenhang unbedingt auch an die Ortschaften zu denken ist, in denen derzeit solche Senioreneinrichtungen bereits geplant und gebaut werden.

Die Grünen, Carola Haas: Für viele junge Familien muss Beruf und Familie aus unterschiedlichsten Gründen vereinbar sein. Wir möchten uns einsetzen für optimale Rahmenbedingungen, das heißt verlässliche Betreuungsangebote über das Grundschulalter hinaus und auch in den Ferien. Nicht alle Kinder und Jugendlichen können oder wollen sich zu Hause treffen. Ihnen altersgerechte, attraktive und vielleicht auch naturnahe Treffpunkte anzubieten, ist eines unserer Ziele. Das Gleiche wollen wir auch für die Senioren: Begegnungsräume. Der Mehrgenerationenpark muss endlich umgesetzt werden und ein Mehrgenerationenhaus, in dem unterschiedlichste Freizeitangebote aller Altersgruppen stattfinden können, sollten wir ins Visier nehmen. Auch an der Barrierefreiheit müssen wir weiter arbeiten. Wenn man mit dem Rollator, Rollstuhl und auch Kinderwagen unterwegs ist, merkt man, wie viele Bordsteine noch nicht abgesenkt und Fußwege schlecht gepflastert sind. Der Seniorenbeirat hat da schon einiges in Bewegung gebracht und seinen Erfahrungen gilt es auch weiterhin Gehör zu schenken. Ein lebensfreundliches Twistringen für alle Generationen – genau das ist unser Ziel.

SPD, Dieter Kalberlah: Wichtige Ziele für uns sind die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kinderbetreuung, das Vorantreiben des Bildungsangebotes und der Digitalisierung in den Schulen, der Ausbau des Jugendzentrums zu einem Mehrgenerationenhaus, die Verwirklichung des Mehrgenerationenparks im Rahmen der „Grünen Lunge Twistringens“ zu einem Treffpunkt für Jung und Alt und die barrierefreie und seniorengerechte Gestaltung der Verkehrswege im Innenstadtbereich.

FDP, Ansgar Wilkens: Twistringen hat in den letzten Jahren umfangreiche Investitionen in die Kindergärten und Schulen vorgenommen. Diesen Zustand gilt es zu erhalten. Insbesondere Covid-19 hat gezeigt, wie wichtig für die Jugend Freizeitaktivitäten sind. Daher treten wir dafür ein, die in der Sportförderrichtlinie bereitgestellten Beträge jährlich den Anforderungen anzupassen. Der Umfang der Aktivitäten des Jugendhauses bedarf in Bezug auf die eingesetzten Ressourcen und der genutzten Angebote einer Bestandsaufnahme. Für die Senioren ist ein weiterer Ausbau der Barrierefreiheit wichtig. Programme, wie zum Beispiel die Heranführung von Senioren an den PC, sollten finanziell unterstützt werden. Die sehr wertvolle Arbeit des Seniorenstützpunktes, zum Beispiel bei der Unterstützung von Fahrten zu Ärzten, sollte – sofern möglich – ausgebaut werden.

Die Linke, Marion Urbanski: Die Schulen müssen gut ausgebaut und digital auf dem aktuellen Stand sein, außerdem brauchen wir mehr Schulsozialarbeiter. Das Jugendhaus muss selbstverständlich erhalten bleiben. Und im nächsten Jahr müssen wir gucken, dass wir wieder eine Ferienkiste haben, so richtig, dieses Jahr war ja eher improvisiert. In Bezug auf die Senioren, aber auch andere Menschen, ist mir Barrierefreiheit wichtig. Darüber hinaus müssen wir etwas gegen Altersarmut machen. Dazu gehört auch, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Auch für ältere Leute muss es genügend Möglichkeiten geben, am Leben teilzunehmen, der Öffentliche Nahverkehr spielt in dem Zusammenhang eine Rolle. Ein gutes Projekt ist der Mehrgenerationenpark, der derzeit in der Mache ist.

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