Fragen zur Wahl: Die Twistringer Ortsmitte

Bezahlbarer Wohnraum und kleinere Wohnungen fehlen auch in Twistringen laut regionaler Wohnungsmarktstrategie des Kommunalverbunds. 
Archivfoto: Merk
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Bezahlbarer Wohnraum und kleinere Wohnungen fehlen auch in Twistringen laut regionaler Wohnungsmarktstrategie des Kommunalverbunds. Archivfoto: Merk

Twistringen – Welche Partei vertritt welche Position zu wichtigen Themen? Um eine Antwort darauf zu bekommen, haben wir einen Fragenkatalog verschickt. Die Antworten veröffentlichen wir in loser Reihenfolge. Dieses Mal geht es um folgende Frage: Sind Sie zufrieden mit der Twistringer Stadtmitte? Falls nein, was muss dringend geändert werden?

CDU, Albert Rasche: In den vergangenen Jahren ist einiges für die Attraktivität der Twistringer Stadtmitte auf den Weg gebracht worden. Unsere Innenstadt soll auch zukünftig zu einem lebendigen Wirtschafts- und Wohnstandort beitragen. Hierzu ist es wichtig, sie für Geschäftsleute, Gastronomie und Immobilieneigentümer attraktiv zu halten. Leerstände in Gebäuden sollten kein Dauerzustand in unserer Stadtmitte sein. Für eine gute Aufenthaltsqualität sollte die Innenstadt allen Generationen gerecht werden. So ist zum Beispiel auf eine möglichst hohe Barrierefreiheit auch im Zusammenhang mit der Erneuerung der B51-Durchfahrt durch unsere Stadt zu achten. Im Umfeld der St.-Anna-Kirche wäre die Errichtung einer öffentlichen Toilette eine sinnvolle Ergänzung zur Aufenthaltsqualität. Auch ein insgesamt höheres Angebot an Ruhebänken im Umfeld der Stadtmitte kann ich mir gut vorstellen. Öffentliche Plätze und Räume sollten darauf überprüft werden, ob auch hier mit einfachen Mitteln Blickpunkte für eine Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen werden können.

FWG, Ulrich Helms: Grundsätzlich sind wir mit der Gestaltung der Stadtmitte in Twistringen zufrieden, wobei stets Verbesserungspotenziel vorhanden ist, wie beispielsweise auch bei der Beleuchtung der Plätze. Auch bedarf es einer Verbesserung der fußläufigen Verbindungen in der Stadt, die behindertengerecht gestaltet werden müssen. Im Übrigen grenzt die Fragestellung der Kreiszeitung – Gestaltung der Stadtmitte Twistringen – das Sichtfeld der gesamten Stadt zu stark ein, denn auch die Gestaltung der Ortschaften und Unterstützung der Ortsräte mit ihren Tätigkeiten ist auch in Zukunft von großer Bedeutung, gerade im Hinblick auf die Neuerrichtung der geplanten Zentralklinik und dem damit verbundenen Zuzug neuer Einwohner.

Die Grünen, Linda Kowalski: Frei nach dem Motto „Zufrieden sein, sich aber nicht zufrieden geben“, würde ich bezüglich der Attraktivität der Twistringer Stadtmitte sagen: man kann sich dort durchaus wohlfühlen, es gibt aber noch Luft nach oben! Mal unterstellt, dass die Stadtmitte den Bereich des Innenstadtkerns (Kirchstraße, Parkplätze, Friedhof, Kircheninnenhof) umfasst, wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, wenn man sie zu einer lebendigen Begegnungsstätte für ALLE entwickeln könnte. Dazu – selbstverständlich unter Beteiligung aller betroffenen Eigentümer der Flächen – folgende Ideen: Förderung der vorhandenen Gastronomie im Bereich der Kirchstraße durch Einrichtung einer kleinen Fußgängerzone zwischen 18 und 24 Uhr; teilweise Entsiegelung und entsprechende Neubepflanzung, insbesondere auf dem Aldi-Parkplatz; innerstädtischer Spielplatz nach Wünschen der Kinder, Kommunikationsorte durch Aufstellen von Sitzgruppen für Alt und Jung auf Parkflächen, Friedhof und Innenhof der Kirche; Flächen für „grüne Projekte“ von Schulen und Kitas.

SPD, Arno Schönfeld: Der Centralplatz ist ein attraktiver Mittelpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität geworden. Dies sollte weiter ausgebaut werden, zu einem Treffpunkt für Jung und Alt, zu einem Ort für Events. Wir brauchen eine belebte Innenstadt, um den Geschäftsbesatz, die Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe zu halten sowie Leerständen schnell entgegen wirken zu können. Die Sanierung der B 51 und deren Nebenanlagen ist zügig durchzuführen.

FDP, Ansgar Wilkens: Die Twistringer Stadtmitte hat sich zu Anziehungspunkt entwickelt, der maßgeblich durch die Gastronomie bestimmt wird. Dies ist außerordentlich positiv zu beurteilen. Verbesserungswürdig ist teilweise der Pflegezustand der Örtlichkeiten. Ein Auf-/Ausbau öffentlicher Hotspots ist notwendig.

Die Linke, Marion Urbanski: Jein. Ich finde es schön, dass wir auf dem Zentralplatz so viel Gastronomie haben, ich wünsche mir aber ein bisschen mehr Respekt vor den öffentlichen Bänken und dem Spielgerät. Diese werden von der Gastronomie oft gewissermaßen einverleibt. Zudem ist es sehr laut durch die B 51. Mehr Grün wäre wünschenswert, auch um den Lärmpegel zu reduzieren. Ich bin gegen die Beleuchtung der Bäume, die im Gespräch ist. Wir haben schon genug Lichtverschmutzung.

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