Flüchtlinge dankbar für DRK-Kleiderspenden / Welle der Hilfsbereitschaft

Ein Lächeln und ein Händedruck für die Helfer

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Überrascht von der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung (v.l.): Helga Honscha, Ernst Bolte, Günther Horstmann und Ernst Kammann beim Verladen der Kleiderspenden für die Flüchtlinge auf dem städtischen Bauhof.

Twistringen - Von Theo Wilke. Eine wahre Welle der Hilfsbereitschaft hat in der Twistringer Bevölkerung der Aufruf des DRK zu Kleiderspenden für die Flüchtlinge an der Hohen Straße ausgelöst. Nach nur zwei Tagen sind die Lager gefüllt. „Wir werden in der nächsten Woche zunächst nichts mehr annehmen können. Wir pausieren erstmal“, erklärt DRK-Vorsitzende Anke Pache.

Schon am Montagmorgen habe es einen regelrechten Andrang bei der Anlieferung auf dem Bauhof der Stadt in Scharrendorf gegeben, berichtet Anke Pache weiter. Am Mittwoch beim zweiten Termin nehmen Aktive der Bereitschaft und des Ortsvereins in nur eineinhalb Stunden noch viele weitere Spenden in großen Kartons, Tüten und sogar Reisetaschen an. Der Inhalt: gut erhaltene Wintermäntel und Jacken, Hosen, Stiefel, T-Shirts, Schals. Auch für Kinder gibt es eine große Auswahl.

Ja, die Resonanz aus der Bevölkerung habe sie wirklich erstaunt, äußern Helga Honscha, Günther Horstmann, Ernst Bolte und Ernst Kammann, während sie auf dem Bauhof das DRK-Fahrzeug beladen.

„Die Menschen in der Notunterkunft sind so dankbar. Sie lächeln, sie drücken einem die Hand“, erzählt Ernst Bolte nach seiner ersten Begegnung mit Syrern und Irakern bei der Ausgabe der Kleiderspenden an der Hohen Straße. Der frühere Hausmeister des Schulzentrums wohnt selbst gegenüber, an der Feldstraße. Auch Ernst Kammann zeigt sich sichtlich gerührt nach solchen Momenten. Und die Stimmung in der Unterkunft sei gut, fügt er hinzu.

Schatzmeister Horstmann nimmt einen Karton mit Kinderschuhen. Flüchtlinge in Sandalen ohne Socken oder auch barfuß hat er gesehen. „Es ist sogar ein sieben Monate altes Kind dabei“, betont Horstmann.

Seit dem vergangenen Donnerstag haben die DRK-Aktiven bereits Kleidung an Flüchtlinge ausgegeben. Insgesamt elf Rotkreuzler zählen zum festen Stamm im Einsatz für die Ankömmlinge aus Kriegsgebieten, die dringend Ruhe und Erholung nach den Reisestrapazen brauchen.

„Am Dienstag haben fünf Frauen und zwei Männer von uns ab Mittag bis zum Abend die Spenden im DRK-Haus sortiert und in Kästen verstaut“, erzählt Ernst Kammann. Er deutet auf die vielen Behältnisse, die den Aufenthaltsraum und Garagen am Sportplatz füllen. Man habe sich kurzfristig entschlossen, nicht auf dem Bauhof zu sortieren. Dort sei es einfach zu kalt.

„Wir sind zurzeit gut im Rennen. Wenn die Kleidung knapp werden sollte, werden wir nachlegen“, sagt Vorsitzende Anke Pache. In der kommenden Woche wird es deshalb keinen weiteren Sammeltermin geben. „Wir melden uns, wenn es notwendig ist.“

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