Fischzucht im alten Klärwerk

Anke Borchers erneut Ortsbürgermeisterin in Heiligenloh

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Nachnutzung in Sicht: Der Twistringer Fischereiverein möchte das ehemalige Klärwerk für die Zucht nutzen.

Heiligenloh - Von Theo Wilke. Das Vierteljahrhundert als Ortsbürgermeisterin von Heiligenloh möchte Anke von der Lage-Borchers (FWG) noch vollmachen. Am Dienstagabend ist sie zu Beginn der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsrates im Dorfgemeinschaftshaus einmütig für weitere fünf Jahre gewählt worden. Ihr Vertreter ist der 29-jährige Cord-Hinrich Runge (FWG) aus Ellinghausen.

Unter dem Vorsitz des bisherigen Vize-Ortsratsvorsitzenden Friedrich Nordmann (SPD) begann die neue Wahlperiode. Twistringens Bürgermeister Martin Schlake verabschiedete Carsten Sander nach fünfjährigem Engagement im Ortsrat mit Blumen und der Twistringer Motivtasse samt Pralinenmischung. Anke von der Lage-Borchers erhielt eine Urkunde vom Städte- und Gemeindebund für 25 Jahre in der Kommunalpolitik und 20 Jahre als Ortsbürgermeisterin. Von der Stadt gab es Blumen.

Der Ortsrat tagte fast drei Stunden lang. Er sprach sich unter anderem einmütig für die Nachnutzung der seit Jahren brach liegenden ehemaligen Kläranlage durch den Twistringer Fischereiverein aus. Vereinsvorsitzender Kai Mattfeld: Man sei an einer langfristigen Nutzung interessiert und würde das Gelände auch pflegen. Die Einzelheiten, fügte Schlake hinzu, würden im Nutzungsvertrag festgeschrieben. Das freut den Ortsrat. Endlich eine Lösung in Sicht

Die Natur habe sich das Gelände zurückgeholt, so die Ortsratsvorsitzende. Der Zaun sei in Ordnung, die alten Becken mit Wasser gefüllt, das Areal im Südosten aber ziemlich zugewachsen. Gerd Austerhoff (CDU) meinte: das Gelände schnellstens abgeben.

Die Kläranlage wurde 1968/69 gebaut und bis Ende 2009 vom OOWV-Wasserverband genutzt. 530.000 Euro kostete die 8,93 Kilometer lange Druckrohrleitung zur Twistringer Kläranlage. Der OOWV hatte 2003 die Abwasserklärung übernommen.

Vor vier Jahren startete der Ortsrat bereits einen öffentlichen Aufruf – und hatte einige Ideen: Fischaufzuchtbecken, Urdorf-Zeugnisse oder Lagerstätte für den Verkehrs- und Verschönerungsverein. Der lehnte aber dankend ab: Zu weit entfernt vom Dorfkern und zu unsicher als Lagerplatz für die Gerätschaften des Vereins.

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