Achtung Klappe

Filmcrew dreht Musikvideo für „Beast 51“ in Twistringen mit vielen Statisten

Die Band „Beast 51“.
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Die Band „Beast 51“.

Twistringen – Der Bahnhof Twistringen wird zum Drehort. Anlass sind die Filmaufnahmen der Band „Beast 51“, die dort Sequenzen für ein Musikvideo aufnimmt. Sängerin Kristi Heinz von „B 51 North“ hat Musiker und Statisten aus dem gesamten Landkreis zusammengetrommelt und ich darf dabei sein.

Ich bin aufgeregt, als ich um 10 Uhr das Firmengelände des Unternehmens Zaunmeister betrete. Nicht nur, weil ich das erste Mal bei einem Dreh dabei bin, sondern weil ich als Statistin mitwirken darf. Eine am Ende grandiose Erfahrung.

Zunächst müssen sich alle Anwesenden in die Luca-App einloggen und Formulare ausfüllen. Dann lernen wir Regisseur Peer Klausing, Kameramann Frank Bencke und Sven Stoppelberg, Gitarrist bei der Metal-Band Scythe Beast kennen. Er ist es auch, der die Idee für dieses Video hatte und an Kristi Heinz hergetreten ist.

Seit 1985 habe er die „blöde Idee“ im Kopf, von dem Lied „P-Machinery“ von Propaganda eine Cover-Version zu machen. Und seitdem er ein Video von „ 51 North“ gesehen habe, wolle er dieses Projekt unbedingt mit Kristi zusammen machen, erzählt er. Von ihr stammt das Drehbuch, das ich mir erst einmal durchlese. Bis jetzt weiß ich nicht, um was es geht. Und das geht fast allen Statisten so. Wir werden erst beim Briefing durch Peer Klausing in das weitere Vorgehen eingewiesen. Wir sollen willenlose Menschen mimen, die von einer fremden Macht zu ihren Zwecken manipuliert werden.

Zu Fuß und in Autos machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Fasziniert schaue ich zu, als Maik Stoppelbergs Szene zunächst mehrmals geübt und immer wieder verändert wird, um dann gefilmt zu werden. Viermal muss die Szene wiederholt werden, dann ist sie im Kasten. Dann sind wir Statisten dran. Es geht in den Tunnel zu den Gleisen. Wir müssen uns in einer Reihe die Treppe hoch aufstellen, bekommen die Anweisung stur geradeaus zu gucken und mit leerem Blick und hängenden Armen im Gleichschritt loszulaufen. Mehrmals werden die Aufnahmen durch Zugreisende unterbrochen, die uns erschreckte und verwunderte Blicke zuwerfen. Vor allem die fünf von Kopf bis Fuß schwarz gekleideten Männer, die an der weißen Wand aufgereiht reglos dastehen, sehen bedrohlich aus. Die Kamera löst die Spannung.

Dreh im Bahnhofstunnel.
Statistin Sabine (r.) mit Sängerin Kristi Heinz und den schwarzen Männern.
Kameramann Frank Bencke dreht die erste Szene mit Maik Stoppelberg.

Unser Marsch soll im Fahrstuhl enden, der mit uns nach oben fährt. Doch bereits der erste Versuch scheitert. Während ich als Nummer sieben in den Fahrstuhl steige, geht der Alarm los. Gleichzeitig wird die Notrufzentrale gewählt. Wir können uns vor Lachen kaum halten, klären auf und verlassen fluchtartig den Fahrstuhl. Regisseur und Kameramann diskutieren mit Kristi. Neue Anweisungen folgen. Nach dem fünften Mal höre ich auf zu zählen. Bei einer der letzten Versuche setzt sich der Fahrstuhl, vor dem wir alle ganz dicht stehen in Bewegung. Ein älterer Fahrgast kommt herunter und blickt uns fassungslos an. Nachdem er die Situation erfasst hat, genießt er es, durch unser Spalier zu gehen. Es folgt ein weiterer Dreh, dann noch einer und noch einer – dann ist die Szene im Kasten.

Zurück in der Firma Zaunmeister angekommen, erwartete uns ein leckeres Mittagessen. Gestärkt geht es dann weiter. Wir werden gruselig geschminkt und haben unseren Spaß. Der Umgangston ist freundlich und alle Mitwirkenden sind wie ich begeistert. Während für die Statisten bald Schluss ist, geht es für Kristi und die Crew noch bis zum Abend weiter.

Am Sonntag stehen dann für „Beast 51“ weitere Dreharbeiten im Saal des Hotels „Zur Börse“ auf dem Programm. Das Ergebnis soll bald über YouTube verbreitet werden. Die Hoffnung der Musiker ist, dass es auch von Musiksendern und eventuell sogar von einer Plattenfirma gesehen wird. Denn eins war mir vom ersten Moment an klar: Hier waren echte Profis am Werk. Und ich bin auch ein klein wenig stolz, auf dem Video zu sehen zu sein.

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