Feuerwehrfahrzeug kommt im Herbst 2016

Rückschlagklappe stoppt Schaum

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Ein Kuriosum an der Bremer Straße, Ecke Gasthaus Zur Penne: Das rote Rohr für die Feuerwehr ist unter der B51 verlegt, um im Notfall Löschwasser aus dem Hydranten auf der gegenüber liegenden Straßenseite zu fördern.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Im Herbst 2016 wird unser neues Fahrzeug ausgeliefert“, berichtete Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen im Feuerlöschausschuss des Rates. Rund 285000 Euro wird das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20) von der Firma Rosenbauer aus Österreich kosten – und es wird gleich mit einer Rückschlagklappe ausgestattet, um Grundwasserverunreinigungen durch Löschschaum zu verhindern.

„Das passiert nicht oft, und wir setzen seit fünf Jahren biologisch abbaubaren Löschschaum ein“, erläuterte Meyer-Hanschens Vertreter, Klaus Krebs, dem Fachausschuss unter dem Vorsitz von Werner Schütte (SPD). Bisher würden die Ortsfeuerwehren schon soweit darauf achten, dass es keinen Rückfluss ins Wassernetz gebe. Anlass für das das Thema war ein Beispiel aus einem anderen Bundesland: Beim Löschen eines Gebäudebrandes war Schaum in die Trinkwasserleitung zurückgedrückt worden, weil es keine Rückschlagklappe gab. Am nächsten Tag drang bei den Nachbarn der Schaum aus dem Wasserhahn – zum Glück ohne nachhaltige Gesundheitsschäden.

Stadtbrandmeister Meyer-Hanschen erklärte, der Arbeitskreis aus Stadt, Feuerwehr und Wasserversorger habe sich schon 2013 mit den Armaturen zur Wasserentnahme beschäftigt. Das Resultat: Rund 13 Standrohre an Einsatzfahrzeugen und im Stadtgebiet müssten nachgerüstet werden. „Sicherheit geht vor zum Schutz des Trinkwassers“, betonte Meyer-Hanschen. Die Konsequenz: Rund 7000 bis 8000 Euro wird die Nachrüstung kosten.

Das für 2016 angekündigte Einsatzfahrzeug HLF 20 wird entsprechend ausgerüstet sein. Modernste Technik, so der Stadtbrandmeister, gerade Einsätzen nach Verkehrsunfällen, entlaste den Maschinisten und bringe eine Zeitersparnis.

Die Anschaffung sei bereits um ein Jahr hinausgezögert worden, weil zunächst die Heiligenloher Ortsfeuerwehr ein Ersatzfahrzeug brauchte. Im Twistringer Feuerwehrhaus wird das aus dem Jahr 1987 stammende Löschfahrzeug LF 16 ausgemustert. Als nächste Anschaffung steht laut Meyer-Hanschen für 2017 ein vielleicht gebrauchter GW-L an, ein Gerätewagen Logistik, für rund 60000 Euro.

Das langfristig von Stadt und Feuerwehr aufgelegte Finanzierungskonzept versetzt die Kommune in die Lage, benötigte Gelder anzusparen und die Kostenlast gleichmäßig auf zehn Jahre zu verteilen.

Bis 2020 stehen jährlich 130000 Euro bereit. 2019 ist ein Ersatz für die Drehleiter (DLK 18/12) eingeplant. Kosten: rund 535000 Euro. 2020 geht es um den Einsatzleitwagen ELW1. Veranschlagt sind etwa 83300 Euro. Der Feuerlöschausschuss hat sich für die Fortschreibung des Konzeptes ausgesprochen – sofern die Finanzierung im Haushalt gesichert ist.

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