Althusmann kommt im März

Twistringer GUT plant neues Oktoberfest-Konzept

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Bernd Althusmann (2.v.l.) im September 2017 bei MST in Twistringen.

Twistringen - Von Theo Wilke. Das Oktoberfest-Konzept 2017 ist nicht aufgegangen. Für dieses Jahr wird anderes geplant. Im März wird der neue niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann Gastredner der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen (GUT) sein.

Ein großes Thema ist die Sanierung der B  51 im nächsten Jahr. Dazu und zu weiteren Themen äußert sich GUT-Vorstandssprecher Christian Wiese.

Herr Wiese, wie war 2017 für die GUT – war es gut und nachhaltig, wie viele Mitglieder hat die Gemeinschaft?

Christian Wiese: Wir haben 174 Mitglieder, und haben immer wieder neue dazugewinnen können. Eine Größe, mit der wir sehr zufrieden sind. 2017 hatten wir ein paar schöne Veranstaltungen. Die Jahreshauptversammlung mit der Journalistin und Kriegsberichterstatterin Düzen Tekkal. Dies haben wir ganz gut verknüpfen können mit Veranstaltungen im Gymnasium. Wir haben auch das Thema Zuwanderung auf den Schirm geholt.

Zum Jahresende gab es die Aktion „Ein Betrieb – ein Buch“. Wie kam sie an?

Wiese: Ja, genau. Da haben wir unsere Kooperation mit dem Schulzentrum neu belebt. Nach dem Weggang der beiden Schulsozialarbeiterinnen ist uns der Kontakt ein bisschen abhandengekommen. Den haben wir wieder aufgenommen und bleiben am Ball. In dem Zusammenhang kam der Wunsch auf, eine Bibliothek für die Schüler anzulegen. Da hat man uns um Hilfe gebeten. 

Christian Wiese

Daraus haben wir die Aktion ,Ein Betrieb – ein Buch’ gemacht. Das ist bei unseren Mitgliedern sehr gut angekommen. Wir konnten alle Wünsche erfüllen. Wir hatten auch Betriebe dabei, die deutlich mehr gespendet haben: 10, 20 und sogar 30 Bücher.

Auf was hätten Sie oder auch der Vorstand im vergangenen Jahr lieber verzichtet?

Wiese: Ganz sicher war das Oktoberfest eine Veranstaltung, die besser hätte laufen können. Unser Konzept, was das Oktoberfest und selbst die Samstagabendveranstaltung angeht, ist nicht aufgegangen. Da hätte ich mir gewünscht, dass das besser bespielt worden wäre. Das hat insgesamt nicht hingehauen.

Wird die GUT es in diesem Jahr anders machen?

Wiese: Ja. Wir wollen weiterhin den verkaufsoffenen Sonntag. Das ist gesetzt. Aber inwieweit wir den Samstag vorschalten, das hängt ein bisschen von unseren Kooperationspartnern ab. Der GUT-Vorstand ist kein Veranstaltungsvorstand. Wir sind auf Partner angewiesen und stecken noch in der Planung.

Ein besonderes Ereignis war auch die Neueröffnung der Werkhalle 51, an der Sie persönlich beteiligt sind?

Wiese: Das ist keine GUT-Aktion, aber es sind Mitglieder beteiligt. Wir haben sogar zwei Neue gewonnen. Das war ein erfreulicher Nebeneffekt. Der Grundgedanke ist hier wie bei der GUT: Wir wollen etwas gemeinsam bewegen. Was wir hier an der Bremer Straße machen mit acht Firmen unter einem Dach, findet sich in der Region auch nicht so schnell noch einmal.

Noch einmal zurück zu dem, was die GUT vielleicht vermisst hat, von Seiten der Stadt, aus den Reihen der Mitglieder oder aus der Kundschaft.

Wiese: Ich habe kein negatives Echo empfangen. Die Wirtschaft ist in guter Verfassung. Davon profitieren auch unsere Mitgliedsbetriebe. Die Unterstützung bei Veranstaltungen und Aktionen der GUT ist gut.

Bürgermeister Martin Schlake hat versprochen, sich mehr mit der GUT auszutauschen und die Wirtschaft stärker zu fördern...

Wiese: Richtig. Mit dem Bürgermeister haben wir vier feste Termine abgestimmt. Von daher bin ich guter Dinge.

Wann wird das sein und wo?

Wiese: Wir treffen uns vierteljährlich mit der Verwaltung im Rathaus, um zu besprechen, welche Möglichkeiten es gibt und wie man sie gemeinsam angehen kann.

Wie stellt sich die GUT für 2018 auf, gibt es neben dem Bewährten auch neue Projekt. Können sie Beispiele nennen?

Wiese: Wir haben für kommenden Sonnabend unseren Wirtschaftsball auf die Beine gestellt, den wir in gewohnter Form feiern. Die zweite Geschichte ist unsere Jahreshauptversammlung am 6.  März.

Ist dann etwas Neues, personell gesehen, zu erwarten?

Wiese: Was die Struktur des Vorstandes angeht: Nein. Die Versammlung wird in großen Teilen von unserem Gastredner bestimmt. Das wird der neue niedersächsische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Dr. Bernd Althusmann (CDU) sein.

Warum haben Sie gerade Bernd Althusmann eingeladen?

Wiese: Weil die Wahl noch ganz frisch ist, und weil er jemand ist, der in der Region mitgestalten kann. Wir haben angefragt, ob er bereit wäre, über die neuen Projekte der Regierung zu berichten. Wir sind froh, dass er zugesagt hat.

Gibt es noch Wünsche für das neue Jahr – was treibt Sie besonders an?

Wiese: Wir wollen unseren Veranstaltungen noch mehr Schwung geben. Ansonsten unsere erfolgreichen Aktionen fortsetzen. Wir möchten unseren Außenauftritt aufpeppen und an der Internetseite arbeiten. Mit dem Gymnasium sind wir schon seit einigen Jahren gut vernetzt. Das möchten wir auch mit der Haupt- und Realschule erreichen. 

Dort sitzt schließlich der Großteil unserer Auszubildenden von morgen. Gemeinsam mit dem Förderverein Freunde der Alten Ziegelei planen wir für den 5.  Mai einen Aktionstag auf dem Ziegelei-Gelände, mit Food-Truck-Angeboten und Musik. Abends wird die Coverband „Still Collins – the very best auf Phil Collins und Genesis live“ für Stimmung sorgen.

Ist das schon die Antwort auf die Frage, was die drängendsten Themen sind?

Wiese: Nein. Ein Projekt fürs nächste Jahr betrifft unsere Innenstadt: die Vorbereitung auf die Sanierung der B 51. Das ist ein so großes Projekt. Das wird so einschneidend sein für unsere Betriebe, die an der Bundesstraße liegen. Das wird zeitlich, räumlich und in jeder Hinsicht für viele Betriebe eine Herausforderung.

Zum Thema Ausbildungsplätze und freie Stellen: Wie ist die Situation zurzeit?

Wiese: Es gibt auf jeden Fall noch freie Ausbildungsplätze. Aber es geht auch darum, die passenden Auszubildenden zu finden. Das ist unverändert schwierig.

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