Schwimmpark Twistringen: Erster Stadtrat Harm-Dirk Hüppe erklärt Gründe für strenge Corona-Regeln

„Es gibt noch eine Ansteckungsgefahr“

Die Rutsche im Twistringer Schwimmpark bleibt erst mal noch geschlossen.   
archivfoto: wilke
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Die Rutsche im Twistringer Schwimmpark bleibt erst mal noch geschlossen. archivfoto: wilke

Twistringen – Kinder dürfen nicht die Rutsche runterdüsen, Familien können sich gegen den kleinen Hunger zwischendurch keine Pommes kaufen und der Außenbereich ist nicht ganz so gepflegt wie gewohnt. Der Schwimmpark Twistringen durfte Ende Juni zwar wieder für Wasserratten öffnen, aber einige Badebesucher sind mit der derzeitigen Situation trotz allem nicht ganz zufrieden.

Auf Nachfrage der Kreiszeitung sagt Erster Stadtrat Harm-Dirk Hüppe: „Corona hat auch in Twistringen Einzug gehalten.“ Daher ist die Stadt eher vorsichtig, was das Thema betrifft. Die Badezeiten werden im Moment gesplittet – in vormittags und nachmittags. Maximal 110 Badegäste dürfen zeitgleich den Schwimmpark besuchen. „Die Liegewiesen sind alle gesperrt, weil wir nur das Schwimmen möglich machen“, erklärt Hüppe. Ein längerer Aufenthalt sei nicht vorgesehen. Vor etwa zwei Wochen seien 15 bis 20 Bänke in der Nähe der Schwimmbecken aufgestellt worden. „Bisher gab es keine Möglichkeit, sich hinzusetzen. Einige Familien mit Kindern haben dann aber gesagt, dass sie sich gerne hinsetzen möchten.“

Hüppe sagt: „Wir haben das Hygienekonzept vielleicht etwas vorsichtig gestrickt, aber es gibt noch eine Ansteckungsgefahr. Die ist nicht weg und es kommen immer neue Fälle dazu. Und das ist das Problem.“

Ob es in nächster Zeit Lockerungen geben wird? „Ich gehe im Moment nicht davon aus, dass wir weiter lockern werden, weil wir wieder Neuinfektionen in Twistringen hatten. Wir sind da etwas vorsichtiger, weil wir das Bad auch nicht schließen wollen.“ Hüppe befürchtet, dass nicht alle Kinder den Abstand einhalten könnten, wenn die Rutschen und der Spielplatz geöffnet würden. Das Babybecken und die Startblöcke blieben ebenfalls auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Das Schwimmer- sowie das Nichtschwimmerbecken sind aber „voll nutzbar“. Die Besucher dürfen allerdings nur in eine Richtung schwimmen (Einbahnstraße). In Corona-Zeiten sind die Sammelkabinen und -duschen gesperrt. Besucher können sich aber in den Einzelkabinen umziehen und die Einzelduschen nutzen.

Da das Freibad im Moment ein reiner Schwimmbetrieb ist, bleibt der Kiosk geschlossen, weil es sich für den Betreiber nicht rentiert habe. Der Kioskbetreiber sei jetzt ausschließlich für den Eintritt zuständig.

Dass im Außenbereich Unkraut wächst, habe zwei Gründe. „Das liegt daran, dass wir in der Vorbereitung Sanierungsarbeiten hatten.“ Diese Phase habe sich wegen Corona hingezogen, „weil die Firmen nicht alle gleichzeitig arbeiten konnten“. Die Sanierungsarbeiten gingen bis zur Öffnung, so Hüppe. „In den Becken waren noch einige Arbeiten zu machen, daher ist ein bisschen was liegen geblieben. Aber das holen wir nach.“ Hinzu komme, dass das Schwimmbad nicht mehr ganz neu ist. „Die Bodenplatten verschieben sich etwas, daher kommt da das Grünzeug durch“, sagt Hüppe. Es sei auch geplant, diese Platten zu erneuern. In dieser Saison werde das aber wohl nichts mehr.

Die guten Nachrichten: Die Sanierungsarbeiten seien soweit abgeschlossen. „Wir haben die Pumpen- und Elektrotechnik erneuert und saniert. Das ist alles soweit am Laufen.“ Kostenpunkt? Rund 360 000 Euro. Die Kosten habe die Stadt zum Großteil übernommen. „50 000 Euro Fördermittel haben wir vom Bund bekommen“, sagt der Erste Stadtrat.

Beim Thema Sonnenschirme habe sich ebenfalls etwas getan. Bei den Beachvolleyballfeldern seien welche aufgestellt worden. „Der beim Babybecken ist noch nicht da, das ist derzeit ja auch noch gesperrt.“ Das solle in der kommenden Saison nachgeholt werden. Der XXL-Kickertisch stehe im Moment noch im Eingangsbereich. „Der kann im Moment nicht genutzt werden.“ Er werde noch auf den Spielplatz gestellt. Und sobald es wieder möglich ist, können sich dann auch Kickerfreunde auf eine Partie freuen.

Weitere Informationen

im Internet unter www.schwimmpark-twistringen.de/

Von Lara Terrasi

Maximal 110 Badegäste dürfen zeitgleich den Schwimmpark besuchen. archivfoto: nölker

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