Einweihung des Mörsener Göpels erst im Mai

Bis zum Mai soll der neue Göpel an der Schützenhalle in Mörsen fertig sein. Fotos(2): Wilke

Mörsen - Von Theo Wilke. Bis Ostern sei das nicht alles zu schaffen, sagt Heinrich Schmidt. Der Neubau des Mörsener Göpels zwischen Schützenhalle und Obstwiese mit Insektenhotel könnte zum Osterfest allerdings schon mal einen Vorgeschmack auf die geplante Einweihung ab Mai bieten, betont der Ortsbürgermeister. Eventuell könnte dies auch im Rahmen des Schützenfestes sein.

Das Dach ist zwar eingedeckt, es fehlt aber noch der First. In die Seitenwände werden in der oberen Hälfte Doppelglasfenster eingebaut. Der Boden des Göpels wird noch gepflastert, die Außenanlagen folgen später. Ein wichtiges Element dieses Göpels sind die geplanten Infotafeln im Innern des Rundbaus.

Gleichzeitig wird auf das 750-jährige Dorfjubiläum eingestimmt. Gedacht ist auch an eine Tafel für die Sponsoren. Dies werde zurzeit noch überlegt, erklärt Ortsbürgermeister Schmidt. Und dazu wolle man auch Jens Bley, seinen Vorgänger im Amt, mit ins Boot holen. Bley, heute Twistringens Stadtbürgermeister, habe schließlich die Weiterentwicklung des Mörsener Erlebnispfades und den Göpel-Bau vorangetrieben.

Einer der fleißigen ehrenamtlichen Helfer am Bau ist Hubert Tegge, der verschiedene Holzarbeiten erledigt. Er glaubt nicht, dass es noch einen harten Winter geben wird. Er ist optimistisch, dass der Göpel zügig fertig wird.

Vor Weihnachten stand der Göpel schon auf seinen Beinen, das Dach war zum Teil eingedeckt. Im Rahmen der weiteren Entwicklung des Erholungs- und Erkundungsgebietes an der B 51 bekommen die Mörsener im Frühjahr ihren Göpel. Die Gesamtkosten dürften laut Ortsbürgermeister Heinrich Schmidt zwischen 12 000 und 13 000 Euro liegen. Inzwischen haben die Maurer ihren Beitrag geleistet. Nun sind die ehrenamtlichen dabei, das Innere des Göpels zu vervollständigen.

Wie berichtet, ist die Finanzierung gesichert. Mit jeweils 3 000 Euro unterstützen Kreissparkasse und Energieversorger Avacon das Projekt. 2 500 Euro kommt als Landkreiszuschuss. Es gibt zudem einen privaten Sponsor, der nicht genannt werden möchte. Und der Holz-Lieferant aus Barnstorf spendet 1 000 Euro. Im Gespräch sind noch weitere Spenden. Der Ortsrat will Geld aus dem Wegeverkauf beisteuern.

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojektes am Schützenhaus unter dem Motto „Natur erfahren und erleben“ wird im Göpel unter anderem der Weg von der Obsternte bis zur Verwertung aufgezeigt. Besucher erfahren dann, „wo das Essen herkommt“, wie es mal Jens Bley ausgedrückt hat. Wer möchte, kann eine symbolische Baum-Patenschaft übernehmen. Die Namen werden auf Wunsch aufgelistet und im Göpel auf einer Landkarte den Bäumen zugeordnet. Der Ortsrat kooperiert dabei mit der Kreissparkasse.

Am Göpel wird auch das historische Mörsen berücksichtigt. Im Vorfeld des 750-jährigen Bestehens sollen Bilder zu alten Bauwerken und Plätzen aufgehängt und besondere und einzigartige Geschichten von Einwohnern auf einer Tafel verewigt werden. Auslöser für das Erkundungs- und Erholungsgebiet war 2017 die Wiese an der B 51 als städtische Ausgleichsfläche für eine Betriebserweiterung bei Gemüse Meyer in Binghausen. Inzwischen gibt es in Mörsen eine Obstwiese, ein Insektenhotel und einen Bienenlehrpfad. In Kooperation mit dem Schützenverein hat der Ortsrat das Vorhaben Göpel entwickelt.

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