Twistringen investiert 1,2 Millionen Euro in Gewerbegebiet „In den Weiden II“

„Ein starkes Signal der Stadt an die Wirtschaft“

+
Spatenstich „In den Weiden II“ mit Signalwirkung (v.l.): Martin Schlake, Hans-Jürgen Scholz (OOWV), Peter Wagner, Carsten Werft, Birgit Klingbeil, Gunda Wessels und Jens Arkenau.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Das ist ein starkes Signal der Stadt Twistringen an die Wirtschaft“, betont am Dienstagmorgen Bürgermeister Martin Schlake zum Start der Erschließung des Gewerbegebietes „In den Weiden II“ an der B 51. Bis Jahresende sollen die Kanal- und Straßenbauarbeiten abgeschlossen sein. Ab 2017 können ansiedlungswillige Unternehmen anrücken. Die Kommune investiert mehr als 1,2 Millionen Euro.

Bürgermeister Schlake, Erste Stadträtin und Wirtschaftsförderin Birgit Klingbeil sowie Fachbereichsleiter Carsten Werft freuen sich beim symbolischen Spatenstich hinter der Justus-von-Liebig-Straße: „Endlich geht es los.“ Der Stadtrat habe eine mutige Entscheidung getroffen, das vorhandene Gewerbegebiet „In den Weiden“ weiterzuentwickeln – und die besten Voraussetzungen für zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Twistringen zu schaffen. Martin Schlake ging noch weiter: „Das ist der nächste Meilenstein unserer Aktivitäten in der Wirtschaftsförderung.“ Man spüre im Rathaus den Schwung, der auch von ortsansässigen Firmen ausgehe, ihren Betrieb zu verlagern beziehungsweise zu erweitern.

Während im Hintergrund Baufahrzeuge am Neubau der Roess-Nature-Group und an der neuen Halle der Firma Vetterkind lärmen, erklärt der Bürgermeister, dass bei der Erschließung Glasfaserrohre gleich mit verlegt würden. Auf dem rund 13 Hektar großen Gelände – zurzeit noch Ackerfläche – zwischen der Bahnstrecke, der Zuwegung An der Bahn, der Bundesstraße und der Justus-von-Liebig-Straße, wird die Stadt nach und nach die noch privaten Flächen erwerben. Jährlich seien jeweils 200.000 Euro im Twistringer Haushalt veranschlagt, ergänzt Fachbereichsleiter Carsten Werft. Und Birgit Klingbeil: An der B 51 sei ein Flächenstreifen bereits in Stadtbesitz. „Wir können je nach Bedarf weitere Flächen für bauwillige Unternehmen erwerben.“

Klingbeil weist zudem darauf hin, dass der Rat im vergangenen Jahr die Richtlinien geändert hat. Demnach werden interessierte Firmen in Zukunft an den Erschließungskosten beteiligt. Klingbeil fügt hinzu: „Über Ablöseverträge.“

Die Wirtschaftsförderin ist zurzeit in Gesprächen mit örtlichen und auswärtigen Betrieben, obwohl „wir noch nicht in die Vermarktung gegangen sind“. Zwei Grundstücke auf insgesamt 7.500 Quadratmetern direkt an der Bundesstraße nach Barnstorf seien schon vergeben. Nächste Woche sollen die Verträge unterzeichnet werden.

Mit der Erschließung „In den Weiden II“ ist die Lohner Gabau (Gebrüder Arkenau) beauftragt worden. Den Ausbauplan, der auch ein Regenrückhaltebecken im Südwesten des Areals vorsieht, hat Peter Wagner vom Wegezweckverband mitgebracht. Gunda Wessels vom Ingenieurbüro Kördel und Partner aus Delmenhorst sind optimistisch: „Wir haben einen engen Zeitplan.“ Das sei aber bis Ende November zu schaffen. Nur müssten Kanal- sowie Straßenbauer Hand in Hand arbeiten. Mit im Boot sitzen die Versorger, etwa für Gas, Wasser und Strom.

Mehr zum Thema:

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Meistgelesene Artikel

Sattelzug blockiert Lange Straße

Sattelzug blockiert Lange Straße

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Kommentare