Polizei klärt auf: Fahrradfahrer müssen auf die andere Seite

Ein Schild, das für Verwirrung sorgt

Eines der neuen Schilder steht am Rathaus. Für Radfahrer gilt: Hier nicht lang.
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Eines der neuen Schilder steht am Rathaus. Für Radfahrer gilt: Hier nicht lang.

Twistringen – Radfahrer aufgepasst: Seit Kurzem stehen an der B51 in Twistringen zwei neue, leuchtend gelbe Schilder. Einmal an der Ecke Westerstraße, in Höhe des Rathauses, und einmal an der Ecke Langenstraße, in Höhe der Postfiliale. Sie sollen Radfahrer darauf aufmerksam machen, dass sie die Straßenseite wechseln müssen.

Die Schilder haben in Twistringen schon für Verwirrung gesorgt. Einige wussten damit nicht so recht etwas anzufangen. Einerseits ist das Wort „frei“ zu erkennen, andererseits ein rot durchgestrichenes Fahrrad. Was denn nun? Das Thema kam auch in der jüngsten Ratssitzung auf den Tisch, wo vereinzelt sogar die Meinung vertreten war: Das soll weg, kapiert ja eh keiner.

Die Polizei klärt auf: Das Schild ist ein Zusatzzeichen. Es verdeutlicht noch einmal, dass Fahrradfahrer da nicht lang dürfen. In Twistringen werden Fußgänger und Radfahrende entlang der B 51 bereits durch andere Verkehrszeichen dazu verpflichtet, ausschließlich die Geh- und Radwege rechtsseitig der B 51, in Richtung Bassum fahrend, zu nutzen.

Hierbei handelt es sich laut der Polizei um Zweirichtungsradwege – also Radwege auf einer Seite, die von Radfahrern in beide Richtungen benutzt werden dürfen. Diese erkenne man daran, dass für die jeweilige Fahrtrichtung ein Verkehrszeichen mit einem weißen Fahrrad auf blauem Grund sichtbar ist.

Nur: Viele Radfahrer wissen das entweder nicht oder ignorieren die Regelung. Die Polizei hat beobachtet, dass viele stattdessen auf dem schmalen Streifen, an dem die Schilder nun stehen, Richtung Stadtmitte fahren. „Regelmäßig besteht hierbei die Gefahr, dass der Radfahrende beim Überqueren von Grundstückszufahrten und Einmündungen vom ausfahrenden Fahrzeugverkehr übersehen wird und es so zu einem Verkehrsunfall mit schwerwiegenden Folgen kommen kann“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Insbesondere gelte das, wenn die Fahrradfahrer in Gegenrichtung des Kfz-Verkehrs unterwegs seien. „Der Kraftfahrzeugfahrer, der aus der Brunnenstraße oder Langenstraße auf die Bundesstraße 51 abbiegen möchte, rechnet nicht mit einem von rechts kommenden Radfahrer auf dieser Nebenanlage oder kann ihn aufgrund der Bebauung auch erst sehr spät erkennen, wodurch es zu gefährlichen Situationen kommen kann.“

Beim Überqueren der Bundesstraße rät die Polizei, die Ampeln zu nutzen. Die Beamten kündigen Kontrollen an und werden „nach einer Eingewöhnungszeit entsprechende Verstöße kostenpflichtig ahnden“.  

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