Twistringens Feuerwehrsprecher über Rauchmelder

Ein Piepen, das Leben rettet

Wenn Rauchmelder Alarm schlagen, ist Eile geboten.
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Wenn Rauchmelder Alarm schlagen, ist Eile geboten.

Twistringen – Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Genau an diesem Datum ist aber auch der deutsche Rauchmeldertag – und somit ein Tag, mit dem Unglücke möglichst vermieden werden sollen. In Twistringen hat sich laut dem Stadtfeuerwehrpressesprecher Jens Meyer schon öfters gezeigt, wie wichtig Rauchmelder sind.

„Wir hatten nachts Einsätze, bei denen Nachbarn das Piepen eines Rauchmelders gehört haben“, berichtet er auf Nachfrage der Kreiszeitung. „Normalerweise sind die Rauchmelder so laut, dass man nachts senkrecht im Bett steht“, schildert Meyer. Es gibt ihm zufolge aber Fälle, in denen Menschen den schrillen Warnton überhören – sei es, weil sie zum Beispiel übermüdet sind oder unter dem Einfluss von Medikamenten stehen. Er erinnert sich an Einsätze, bei denen die Feuerwehr dank Rauchmeldern Personen aus verqualmten Wohnungen herausgeholt habe. In der jüngsten Vergangenheit sei so etwas in Twistringen jedoch nicht vorgekommen.

Der bundesweiten Initiative „Rauchmelder retten Leben“ zufolge werden zwei Drittel der Brandopfer im Schlaf vom Feuer überrascht. Auch wenn man durch das Piepen eines Rauchmelders rechtzeitig auf einen Brand aufmerksam wird, ist Eile geboten: Laut einer Pressemitteilung der Initiative bleiben oft nur 120 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen.

Und wie sieht es mit Fehlalarmen aus? Laut Meyer muss man da zwischen den herkömmlichen Rauchmeldern für private Wohnungen und Brandmeldeanlagen unterscheiden. Letztere gibt es zum Beispiel in Firmen oder Altersheimen. „Diese Brandmeldeanlagen sind computergesteuert“, führt der Feuerwehrpressesprecher aus. Wenn es da einen Alarm gebe – was zum Beispiel auch einem technischen Defekt oder aufgewirbeltem Staub geschuldet sein kann – werde automatisch die Einsatzleitstelle in Diepholz kontaktiert. Und die übermittelt den Alarm sofort. „So schnell kann man gar nicht zum Telefon greifen und sagen, dass da doch nichts war“, sagt Meyer. Er fügt hinzu: „Diese Fehlalarme haben in Twistringen zum Glück abgenommen. Da haben die Firmen sehr gute Arbeit geleistet.“ Die Betriebe würden ihre Anlagen regelmäßig warten und im Zweifel ersetzen, sodass so etwas kaum noch vorkomme. Fehlalarme bei Rauchmeldern in privaten Wohnungen gebe es noch seltener.

Moderne Rauchmelder für die eigenen vier Wände sind laut Meyer wartungsarm. Die Batterien würden oft zehn Jahre lang halten. Wer trotzdem mal testen will, ob noch alles in Ordnung ist: Die Geräte haben einen Testknopf. Und bevor die Batterie leer geht, machen sie für gewöhnlich lautstark auf sich aufmerksam.

Von Katharina Schmidt

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