Durch Schwedens Wildnis

Twistringer Pfadfinder erlebten drei aufregende Wochen bei ihrer Sommerreise

Gruppenbild in der Natur: Die Jugendlichen aus Twistringen erlebten eine intensive Zeit. - Fotos: Privatarchiv Jule Havekost

Twistringen - Drei Wochen durch das wilde Schweden führte die Twistringer Pfadfinder vom Stamm Mauritius ihre Sommerreise. Eine intensive Zeit. Die Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren wanderten 22 Tage lang von See zu See, durch Blaubeerfelder, Kiefernwälder, Fjäll und Sumpfgebiete.

Neben dem Wandern entlang des Bohusleden genossen die Pfadfinder vor allem das Gemeinschaftsgefühl in der Wildnis. Der 15-jährige Marlo: „Mich hat die große Pflanzenvielfalt sehr beeindruckt. So sah ich zum Beispiel das vom Aussterben gefährdete Knabenkraut.“

Mitunter ist das Fahrtenleben aber auch hart. Ganze drei Wochen ohne Dach über dem Kopf, ohne Klo und ohne Dusche, nur wenig frisches Obst und Gemüse, dafür aber große Blasen an den Füßen: Das zehrt mit der Zeit an den Nerven.

Manchmal führte der Wanderweg die Pfadfinder eine ganze Woche lang an keinem bewohnten Ort vorbei. Also mussten die Lebensmittel für die gesamte Zeit auf dem Rücken durch den Wald getragen werden. Da muss dann jede Tagesration gut durchgeplant und gerecht geteilt sein. Aber häufig sind es ja gerade die Mangelsituationen, in denen man den alltäglichen Luxus unseres Lebens erst wirklich zu schätzen lernt.

Wobei: Schweden bietet selbst in der Wildnis noch eine Menge Luxus: Gefühlt alle paar Meter einen See in Trinkwasserqualität, Beeren und Pfifferlinge zur Genüge und eine Ruhe, wie man sie in deutschen Wäldern vergeblich sucht.

Die Etappe ist geschafft, das Zelt steht – Zeit, um ein bisschen auszuruhen, bevor es an die Zubereitung des Abendessens geht.

Ein paarmal konnten die Pfadfinder auch auf einem Bauernhof übernachten.

Gruppenleiter Fred: „Dadurch, dass wir den ganzen Alltagswahnsinn hinter uns lassen konnten, hatte jeder die Möglichkeit, richtig durchzuatmen und das Leben in und mit der Natur zu genießen. Ich bin richtig ausgeglichen wieder zurückgekehrt.“

Tim (16) erklärt: „Es war eine sehr abwechslungsreiche Reise, da wir fast jeden Tag einen neuen See erleben konnten, aber uns auch mal zwei Tage an einem besonders schönen Ort aufhielten. Meistens sind wir gegen acht aufgestanden.“

Wenn das Tagesziel erreicht war fingen die einen an, das Nachtlager aufzuschlagen, die anderen sammelten Holz, um auf dem Feuer das Abendbrot zu kochen. Zwischendurch blieb immer Zeit, gemeinsam zu baden, zu spielen und am Feuer zu singen.

Die Pfadfinder treffen sich jeden Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr in der Villa M (Steller Straße 131). Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre sind willkommen.

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