DRK-Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, haben aber nicht viel zu tun

Kaum Verletzungen

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Das DRK mit versammelter Mannschaft vor dem Rettungswagen.

Marhorst - Von Tobias Kortas. „Ich stelle mich anderen gerne zur Verfügung, um einfach zu helfen“, erklärt Bernd Stubbemann, Bereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und hauptberuflich kaufmännischer Angestellter, seine Motivation zur ehrenamtlichen Arbeit. Gemeinsam mit bis zu 15 Kollegen des DRK, kümmert sich der Syker täglich um die medizinische Versorgung der Jugendlichen im Kreis-Zeltlager.

Rund um die Uhr stehen die hauptamtlichen Mitarbeiter des Rettungsdienstes des DRK-Kreisverbandes Diepholz und ehrenamtliche Sanitäter der Kreis-Feuerwehr zur Verfügung, um verletzte Jugendliche zu versorgen. Acht bis neun Retter und Sanitäter übernachten laut Stubbemann vor Ort – über das Notfalltelefon ist immer jemand erreichbar.

Mit von der Partie ist mit Yvonne Arndt auch die leitende Notärztin im Landkreis Diepholz. Von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr, dann ist die sogenannte Lager-Sprechstunde, behandelt die Sulingerin den Feuerwehr-Nachwuchs.

15 bis 20 Kinder gibt es laut Stubbemann täglich zu verarzten. Es handele sich dabei meistens um kleinere Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen nach den Sportwettbewerben. „Dieses Jahr ist es eher ruhig. Da arbeitet die Kaffeemaschine am meisten“, berichtet Stubbemann schmunzelnd. Vier bis fünf Jugendliche habe man zur Sicherheit bereits mit dem Rettungswagen, der neben drei Krankenwagen zur Verfügung steht, ins Krankenhaus gebracht. „Die Kinder sind aber alle ins Zeltlager zurückgekehrt.“

Bei großer Hitze würden auf die Sanitäter mehr Behandlungsfälle warten. „Dann gibt es ein großes Spektrum an Verletzungen, zum Beispiel allergische Reaktionen bei Mückenstichen oder Kreislaufprobleme.“ Aus diesem Grund haben die DRK-Helfer zahlreiche Kühlpacks dabei, die sie bei den derzeitigen Temperaturen aber nicht benutzen müssen.

Wenn von 9 bis 18 Uhr die Wettkämpfe laufen, sind jeweils zwei bis drei Mitarbeiter des DRK samt medizinischer Ausrüstung an den verschiedenen Sportstätten, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können. Insgesamt ist das Team von 6.30 bis 23 Uhr auf den Beinen.

In der Turnhalle des SV Marhorst haben sich die DRK-Mitarbeiter in direkter Nähe der Wettkampfstätten mit ihrer Arztpraxis einquartiert. Neben einer Anmeldung, an der Krankenakten aufbewahrt werden, haben sie dort drei Versorgungsplätze, die mit Behandlungszimmern zu vergleichen sind, zur Verfügung – darunter auch einer für die Intensiv-Behandlung. Stubbemann: „Den mussten wir während meiner zehnjährigen Zeltlager-Erfahrung aber zum Glück noch nicht einmal benutzen.“

Der Bereitschaftsleiter spricht von einer guten Zusammenarbeit im DRK-Team. „Schließlich kennen wir uns hier alle zum Großteil, auch wenn wir aus ganz verschiedenen Ortsvereinen des DRK kommen.“

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