Diözesan-Delegiertentreffen nach 25 Jahren erneut in Twistringen

Kolpingsfamilie will „Atem holen für unseren Weg“

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Gut beschirmt, aber mit Regen rechnen sie nicht zum Diözesantreffen Ende Juni(v.l.): Verbandssekretär Stefan Düing sowie Kurt Müller und Walter Beckmann von der Twistringer Kolpingfamilie.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Wir wollen uns für die Zukunft rüsten, auch erste Akzente für die Flüchtlingshilfe erarbeiten. Das kann ganz spannend werden, wenn sich alle darauf einlassen“, sagt Stefan Düing. Der Sekretär des Kolpingswerk-Diözesanverbandes im Bistum Osnabrück erhofft sich gute Impulse bei der Vollversammlung vom 26. bis 28. Juni in Twistringen. Sie steht unter dem Leitmotiv „Atem holen für unseren Weg“.

Der örtlichen Kolpingsfamilie steht nach der Feier zum 125-jährigen Bestehen Ende Mai damit das zweite Großereignis ins Haus. Nach25 Jahren kommen die Delegierten wieder nach Twistringen. Vor etwa zwei Jahren habe man sich um die Ausrichtung beworben, erklären Vorsitzender Walter Beckmann und sein Vertreter Kurt Müller.

Mehr als 30 Ehrenamtliche organisieren gemeinsam mit Verbandssekretär Düing das dreitägige Treffen, an dem bis zu 200 Delegierte teilnehmen werden, aus 130 Kolpingsfamilien mit insgesamt 19000 Mitgliedern. Twistringen hat rund 180 Mitglieder und zählt zu den stärksten Kolpingsfamilien.

Am Freitag, 26. Juni, startet die Verbandsversammlung mit einem ökumenischen „Geistlichen Morgen“ im Pfarrzentrum. Diözesanpräses Reinhard Molitor (früher Pfarrer in Twistringen) moderiert. Vorträge gibt es unter anderem von der Dekanatsreferentin Dorothea Dolle-Gierse und Klaus Priesmeyer, Superintendent im Kirchenkreis Diepholz.

Nachmittags tauschen sich die Führungskräfte und Begleiter aus, während die Twistringer Kolpingsfamilie mit den übrigen Delegierten die Hünenburg, das Unternehmen Gemüse Meyer, die St.-Anna-Kirche und die herausragende Gartenanlage Bellersen in Mörsen besucht. Abends bieten die Gastgeber den Delegierten und Gästen einen Abend der Begegnung in der Stöttinghauser Hünenburg. „Mit Backschinken aus dem neuen Backhaus“, kündigt Walter Beckmann an.

Der Haupttag ist am Sonnabend, 27. Juni. Im Schulzentrum an der Feldstraße beginnt um 9 Uhr ein Dialogcafé zum Thema „Mein Kolping – Was ist wesentlich?“. In der heutigen Zeit sei es schwierig, die eigene Zukunft in den Blick zu nehmen, so Stefan Düing. Bischof Franz-Josef Bode habe 2015 zum Jahr des Atemholens ausgerufen, zum Reflektieren statt blankem Aktionismus, „damit Kirche sich aufs Wesentliche besinnt“.

Dialogcafé zur

Zukunft mit Coach

Im Dialogcafé soll der Bonner Coach und Theologe Ludwig Weitz von außen auf den Kolpingsverband blicken, Anstöße und Orientierungshilfen geben. Weitz hat schon den Zentralrat der deutschen Katholiken begleitet. „Wir werden uns diesmal mit uns selbst beschäftigen, und wir werden am Schluss ein Ergebnis haben“, ist Diözesansekretär Düing überzeugt.

Nachmittags ist auch ein Jugend-Event geplant. 3500 junge Kolpingsmitglieder gibt es insgesamt – von Bremen bis Osnabrück, vom Emsland bis nach Syke.

Nach dem Forum beginnt in der Haupt- und Realschule die Jahreskonferenz, Teil eins, mit Rückblick und Finanzbericht.

Abends trifft man sich im Innenhof der St.-Anna-Kirche zu Gesprächen, zu Pizzabroten und Getränken. Die Bassumer Band School House Seven wird für jazzige und beswingte Stimmung sorgen. Der Abend ist auch offen für die Gastfamilien der Delegierten sowie alle Twistringer und umzu.

Der zweite Konferenzteil mit Wahlen zum Diözesanvorstand beginnt am Sonntag, 28. Juni, um 9 Uhr. Kurz vor 12 Uhr führt ein Bannermarsch zum Festgottesdienst in die St.-Anna-Kirche (12 Uhr). Präses Reinhard Molitor wird predigen. Nach dem Mittagsimbiss im Pfarrzentrum reisen die Delegierten wieder ab.

Kolpingsvorsitzender Beckmann: „Es wäre schön, wenn sich noch einige Twistringer bereit finden, Gäste aufzunehmen.“ Sie möchten sich melden unter 04243/8053 (Beckmann) oder 04243/8031 (Müller).

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