Digitalpakt: Schulzentrum braucht 26 Smart-Boards

Viel Arbeit: Katja Runge-Lorenz, Ines Ozegowski, Andrea Formella (v.l.).
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Viel Arbeit: Katja Runge-Lorenz, Ines Ozegowski, Andrea Formella (v.l.).

Twistringen – „Es wäre schön und unser großer Wunsch, dass wir bis zum Sommer 2021 über die notwendige Ausstattung im Rahmen des Digitalpakts verfügen“, sagt Andrea Formella, Rektorin der Twistringer Haupt- und Realschule. Für das Schulzentrum liegen knapp 220 000  Euro im Fördertopf.

Garantieren könne dies aber heute niemand, äußern Ines Ozegowski vom Schulleitungsteam und Medienbeauftragte Katja Runge-Lorenz. Denn die Umsetzung sei abhängig von der Corona-Entwicklung. Allerdings, so Runge-Lorenz weiter, sei allen inzwischen wohl klar geworden, dass die digitale Ausstattung der Schulen aufgrund der Pandemie noch dringlicher sei. Die Lehrkräfte setzten sich massiv dafür ein. Nur, selbst Schulungen und Fortbildungen seien in Zeiten von Corona kaum möglich.

Seit zwei Jahren am Schulzentrum tätig, ist Runge-Lorenz für den Medienbereich, die Umsetzung des Digitalpakts und Datenschutz zuständig.

Der Medienentwicklungsplan erleichtert die für alle Beteiligten transparente Projektplanung und Umsetzung. Der Plan ist eine wichtige Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln aus dem Digitalpakt. Und der orientiert sich am Medienbildungskonzept der Schule, erklärt die Mathe- und Physiklehrerin. Darin müsse der Bedarf aufgelistet und ausführlich begründet sein.

„Das Ganze geht nicht so schnell, wie sich Außenstehende das vielleicht vorstellen“, sagt Ines Ozegowski. Wenn das Land Fördermittel beschließe, dann heiße das noch lange nicht, dass das Geld gleich bei der Schule ankomme. Und Schulleiterin Formella: „Das Geld fließt zögerlich, und das liegt nicht an der Schule.“ Im Übrigen sei der Digitalpakt auch längerfristig angelegt.

Im ersten Schritt gibt es laut Runge-Lorenz Fördermittel für die Ausstattung der Schule, für eine bessere Internetverbindung, für Wlan und Lan, für Boards (Ersatz für die alte Schultafel) und Zusatzgeräte. Formella: „Wir haben bislang vier Boards, die der Landkreis bezahlt hat. Wenn diese gleichzeitig benutzt werden, ist unser System schon überlastet.“

Im zweiten Schritt sieht der Digitalpakt die personell notwendige Unterstützung durch den Schulträger, den Landkreis, vor. Seit Langem fordere man einen ausreichenden Internetanschluss. „Da hat sich bisher nicht viel bewegt“, meint Andrea Formella. Und ein besseres Breitbandangebot beziehungsweise das neue Glasfaserkabel würde durch den Digitalpakt nicht gefördert.

Wenn die Vorgaben im Rahmen des Medienentwicklungsplans erfüllt sind, gibt es grünes Licht für die Schule. Bis Jahresende erwartet man an der Feldstraße das Okay des Schulträgers.

Für jeden Unterrichts- und jeden Fachraum wünsche sich die Schule ein Board, dazu Dokumentenkameras für die Arbeitsplätze sowie die nötige Software für die Lehrkräfte, erläutert Katja Runge-Lorenz. „Das Ganze steht und fällt aber mit einer professionellen Unterstützung durch den Schulträger“, so die Medienbeauftragte.

Von Theo Wilke

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