Twistringer feiern Umbau des 50 Jahre alten Feuerwehrgerätehauses

„Diese Ehe hat gehalten“

Symbolische Schlüsselübergabe (v.l.): Bürgermeister Jens Bley, Ortsbrandmeister Klaus Krebs, Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen und der stellvertretende Ortsbrandmeister Jörg Schuster. Foto: Sabine Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. 50 Jahre nach dem Bau des Feuerwehrgerätehauses an der Konrad-Adenauer-Straße wurde gestern der große Neu- und Umbau feierlich von Bürgermeister Jens Bley an die Feuerwehr übergeben. Vor etwa 250 geladenen Gästen sprach das Stadtoberhaupt von einer goldenen Hochzeit, „deren Eheversprechen mit dem Neubau noch einmal erneuert worden ist.“ Vorab ließen Stadtbrandmeister, Ortsbrandmeister sowie sein Stellvertreter diese fünf Jahrzehnte noch einmal Revue passieren.

Kurzweilig berichtete vor allem die Führungsriege der Feuerwehr von den zurückliegenden Jahren. Bereits 1969 begannen laut Ortsbrandmeister Klaus Krebs die Planungen für einen Neubau am heutigen Standort. Ziel sei es damals gewesen, eine Nutzbarkeit von mindestens 30 Jahren zu schaffen. Am 1. August 1971 wurde der Neubau – nach Plänen des Architekten Georg Wessels – eingeweiht. 2500 Stunden Eigenleistung haben die „Feierabendhandwerker“, wie es in einer Ausgabe der Kreiszeitung damals hieß, in den Bau investiert.

Als vor einigen Jahren immer mehr Probleme in dem Gebäude auftraten, begann man 2013 mit den Überlegungen, Neu- oder Umbau? Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen und sein Team sowie der damalige Bürgermeister Martin Schlake widmeten sich intensiv dem Thema. Am Ende entschloss man sich gegen einen Neubau, der knapp 1,8 Millionen Euro gekostet hätte und für einen An- und Umbau für knapp 900 000 Euro am jetzigen Standort.

Dies sei weniger eine Geld- als vielmehr eine Platzfrage gewesen. „Bei einem Neubau hätten wir weniger Platz für die Jugendfeuerwehr gehabt“, so Meyer-Hanschen. Und obwohl der Schwarzbereich mehr Quadratmeter bekommen hätte, wäre der Weißbereich ins erste Obergeschoss gekommen. Ein Fahrzeug-Stellplatz weniger und nicht zusammenhängende Räumlichkeiten seien weitere Negativaspekte gewesen. „Außerdem war es für uns als Feuerwehr wichtig, den Standort zu halten.“

18 Monate Bauzeit in vier Bauabschnitten, 2100 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden sowie 800 Quadratmeter, die um- und angebaut wurden. Diese Zahlen brachte der stellvertretende Ortsbrandmeister Jörg Schuster auf den Tisch.

Für Bley war das Jahr 1969 wichtig. Denn durch die Entscheidung, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, seien damals der Rat und die Feuerwehr die Ehe eingegangen. „Und diese Ehe hat gehalten“, bekräftigte er unter Applaus.

Er dankte seinem Vorgänger Schlake und sprach ihm seine Anerkennung für seinen Einsatz vor fünf Jahren aus. „Die politischen Akteure stehen hinter der Feuerwehr“, versicherte er. „Die 2100 Stunden ehrenamtlicher Arbeit symbolisieren die Kraft und Stärke und den Zusammenhalt der Feuerwehr“, endete er seine Ansprache.

Es folgte die Schlüsselübergabe an den Stadtbrandmeister, der diesen symbolisch an den Ortsbrandmeister weiterreichte.

Dieser sprach dann noch einmal von 4 636 Einsätzen seit dem Bezug des Gerätehauses, bei dem 1973 auch ein Mitglied ums Leben kam. „Heute müssen wir den zukünftigen Einsätzen gewachsen sein.“ Das habe man mit dem Um- und Anbau erreicht.

Ein großes Lob kam von Kreisbrandmeister Michael Wessels. „Ihr habt hier etwas ganz Tolles geschaffen!“

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