Ehrung im Strohmuseum

20 Jahre Gästeführung: Die Zukunft wird „sagenhaft“ und „tierisch gut“

Im Strohmuseum nahm alles seien Lauf. Zum 20-Jährigen der Gästeführung treffen sich dort (stehend, v.l.) Bürgermeister Jens Bley, Heike Harms, Gaby Wessels, Hildegard Imm, Paul Wiese, Hedwig Harms, Silke Perin, Marion Urbanski sowie (Mitte) Maria Thamm mit Enkel Niklas. Es fehlen: Lydia und Fred Skripalle.
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Im Strohmuseum nahm alles seien Lauf. Zum 20-Jährigen der Gästeführung treffen sich dort (stehend, v.l.) Bürgermeister Jens Bley, Heike Harms, Gaby Wessels, Hildegard Imm, Paul Wiese, Hedwig Harms, Silke Perin, Marion Urbanski sowie (Mitte) Maria Thamm mit Enkel Niklas. Es fehlen: Lydia und Fred Skripalle.

Sie erzählen fesselnde Geschichten, zeigen sagenumwobene Orte, eröffnen neue Blickwinkel und tragen dazu bei, dass die Geschichte Twistringens lebendig bleibt: die Gästeführer. Schon seit 20 Jahren gibt es diese engagierte Gruppe in Twistringen.

Twistringen - Die Stadt nahm das am Freitagvormittag zum Anlass für ein großes Dankeschön in Form einer Ehrungsveranstaltung auf der Diele des Strohmuseums. Zugegeben: Das 20-Jährige war eigentlich schon im vergangenen Jahr. Den ursprünglichen Termin für die Ehrung musste die Stadt aber kurzfristig absagen, weil der November-Lockdown dazwischengrätschte. Nun also ein wenig verspätet, dafür aber im gebührenden Rahmen.

Der Ort für die Ehrungsveranstaltung war nicht zufällig gewählt. Auf der Museumsdiele nahm vor etwas mehr als 20 Jahren alles seinen Lauf, nachdem Hedwig Harms von Irmgard Mohrmann angesprochen wurde, ob Gästeführer nicht auch was für Twistringen wären ...

Und wie das was für die Delmestadt ist! Davon zeugen zahlreiche Gästeführungen zu verschiedensten Themen in den vergangenen Jahren. Diese drehten sich zum Beispiel um Raps, Honig, Sagen, Märchen, Denkmäler oder Stroh.

Hedwig Harms ist heute immer noch dabei, gemeinsam mit Paul Wiese, Maria Thamm, Marion Urbanski, Gaby Wessels, Hildegard Imm sowie Lydia und Fred Skripalle. Für künftige Führungen bekamen sie am Freitag von der Stadt Taschen, die Heike Paul von der Museums-Nähstube aus alten Twistringer Bannern gefertigt hatte.

Zusätzlich überreichte Heike Harms, die mehr als zehn Jahre lang Koordinatorin der AG Gästeführung von Seiten der Stadt war, den Geehrten Präsenttüten. Darin waren unter anderem ein Feuerzeug und eine Kerze. „Es brennt in euch allen, ihr habt so viel Energie und Ideen“, hob sie hervor. Heike Harms selbst wurde auch für ihr Engagement in Sachen Gästeführung geehrt. Die Anwesenden waren sich einig: Ihr ist vieles zu verdanken.

Bürgermeister Jens Bley betonte, dass die Gästeführung „von Bürgern für Bürger“ komme und für die Stadt sehr wichtig sei. „Natürlich hat Corona das, was Gästeführung ausmacht, zurückgeworfen“, sagte er. Aber er blicke lieber in die Zukunft.

Für die ist einiges geplant. Im zweiten Halbjahr 2021 möchten sich die Gästeführer am Tag der Regionen mit einer „sagenhaften“ Rad-Erlebnis-Tour beteiligen. Auf dem Plan stehen zudem eine „tierisch gute“ Radtour mit Stopp beim Huskyhof (5. September), eine Radtour unter dem Motto „Twistringens alte Dorfschule“ (19. September) sowie eine Gästeführung „Nachts auf dem Friedhof“.

2022 soll es dann weitergehen mit einer Mischung aus neuen Ideen und Angeboten, die durch Corona entfallen mussten. Außerdem würden die Gästeführer dann gerne buchbare Kostümführungen anbieten. Ihnen schweben eine Stroherlebnistour vor, eine Führung auf jüdischen Spuren und „Twistringen entdecken mit Alwine“.

Neue Gästeführer sind willkommen. Daher wird es gemeinsam mit der Harpstedter und Bassumer Gästeführung unter der Leitung der Ländlichen Erwachsenenbildung 2022 einem Fortbildungskurs zum Gästeführer geben.

Laut der Tourismus-Beauftragten Silke Perin steht Twistringen bei auswärtigen Gästen hoch im Kurs. Die Nachfrage nach touristischen Infomappen und Vor-Ort-Erlebnissen sei hoch. Das sei nicht zuletzt auch den Gästeführern zu verdanken. „Durch den jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz der AG Gästeführung ist unsere Delmestadt in der Region bekannter geworden, und viele Twistringerinnen und Twistringer haben sich für ,ihr Twistringen‘ begeistern lassen“, sagt sie. Besonders beliebt seien die Gästeführung im Sitzen, die italienische Nacht oder die Fahrradgartentour.

Von Katharina Schmidt

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