Der Bordstein an der Langenstraße

Die kleine Hürde zwischen Hochzeitswald und Reisegarten

An der Langenstraße: Auf der Seite des Parkplatzes, wo es weiter zum Hochzeitswald geht, ist der Bordstein noch abgesenkt (siehe Spiegelung). Auf der gegenüberliegenden Seite allerdings nicht. Wer die Straße barrierefrei queren will, muss einen Schlenker machen. In Höhe des Friseursalons sind beide Bordsteine abgesenkt.
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An der Langenstraße: Auf der Seite des Parkplatzes, wo es weiter zum Hochzeitswald geht, ist der Bordstein noch abgesenkt (siehe Spiegelung). Auf der gegenüberliegenden Seite allerdings nicht. Wer die Straße barrierefrei queren will, muss einen Schlenker machen. In Höhe des Friseursalons sind beide Bordsteine abgesenkt.

In Sachen Barrierefreiheit geht es in Twistringen voran. Bezüglich eines Übergangs an der Langenstraße, der Teil des neuen Twuster Padds ist, gibt es aber unterschiedliche Meinungen. Manche wollen einen abgesenkten Bordstein. Andere fürchten, die Lage damit nur zu verschlimmern.

Twistringen – Wer mit einem Rollator oder Rollstuhl auf dem neuen Twuster Padd unterwegs ist, legt besser einen kleinen Schlenker ein. Grund dafür ist ein Bordstein. Genauer gesagt: ein nicht abgesenkter Bordstein. Der sorgt dafür, dass jene, die aus dem Hochzeitswald kommen und in Richtung Reisegarten wollen, die Langenstraße nicht auf direktem Weg barrierefrei überqueren können. Das geht erst rund 15 Meter weiter östlich. Die Meinungen darüber, ob die Stadt daran etwas ändern sollte, gehen auseinander.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Hedwig Harms ist dafür. Der Twuster Padd sollte für alle Menschen auf der ausgeschilderten Route begehbar sein, argumentierte sie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales. Außerdem sei die Überquerung der Langenstraße auch im Zusammenhang mit der Grünen Lunge wichtig. Dahinter verbirgt sich bekanntlich die Idee, den kleinen Park hinter der Bücherei, den Hochzeitswald und den Reisegarten im Sinne des Klimaschutzes zu gestalten.

Vor rund einem Jahr haben Hedwig Harms, Seniorenbeauftragte Anke Döpkens und Anke Raven von der Stadtverwaltung sich einen Rollstuhl geliehen und geprüft: Wie sieht es mit der Barrierefreiheit in Twistringen aus? Einige Stellen, die ihnen dabei ins Auge gefallen waren, sind inzwischen barrierefrei; zum Beispiel eine Überwegung der Brunnenstraße zum Hochzeitswald. In Sachen Barrierefreiheit geht es also voran in Twistringen. Am Bordstein an der Langenstraße hat sich aber bisher nichts verändert, obwohl die Beteiligten dort damals bei der Begehung auch schon im wahrsten Sinne des Wortes aneckten.

Der Erste Stadtrat Harm-Dirk Hüppe erklärte, warum dort noch alles beim Alten ist: „Die Autos kommen da um die Ecke geschossen.“ Insbesondere für Menschen, die langsamer unterwegs sind, könne es gefährlich sein, den direkten Weg über die Straße zu wählen. Es sei sicherer, die Straße ein paar Meter weiter in Höhe des Friseursalons zu überqueren.

Katrin Schwarze (CDU) sieht das genauso. „Ich sehe die Problematik ein, dass jeder den direkten Weg gehen will. Aber ich finde, man muss nicht unbedingt dazu motiviert werden, dort rüber zu gehen, weil es verkehrstechnisch gefährlich ist“, sagte sie im Ausschuss.

„Es ist eine gefährliche Ecke“, bestätigte Hedwig Harms. Deswegen stehe dort ja auch ein Verkehrsspiegel: „Der ist nicht aus Jux und Tollerei angebracht worden.“ Sie findet den Ist-Zustand gefährlicher als einen direkten barrierefreien Übergang. Viele würden trotz der Hürde erst einmal geradeaus gehen - zumal der Bordstein nur auf einer Seite nicht abgesenkt sei. Zum Hochzeitswald hin ist der Übergang aufgrund eines Parkplatzes ebenerdig. Besonders brenzlig kann es laut Harms werden, wenn jemand auf die Straße geht, aber auf der anderen Seite zum Beispiel aufgrund eines Rollators nicht über den Bordstein kommt – und dann erst auf der Fahrbahn bleibt.

Auch Hermann Niederwestberg von den Grünen fände einen direkten barrierefreien Weg sinnvoll.

Ausschussvorsitzender Jürgen Schulze, ebenfalls Grüne, hielt letztlich fest: Eigentlich geht es allen um das Gleiche. Um die Verkehrssicherheit.

Von Katharina Schmidt

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