Erfolgspferd Ferdinand BB

Der Nachwuchsstar der Olympiasiegerin

Auf Erfolgskurs: Die Doppel-Olymiasiegerin und Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl auf Ferdinand BB.
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Auf Erfolgskurs: Die Doppel-Olympiasiegerin und Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl auf Ferdinand BB.

Das Pferd Ferdinand BB aus Twistringen hat es zu großer Bekanntheit geschafft. Mit ihm setzte die Doppel-Olympiasiegerin und Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl ihren Erfolgskurs fort und gewann in Aachen den renommierten Grand Prix Spezial. Mit ihrem Sieg verhalf sie dem deutschen Team zum Dressur-Nationenpreis.

Twistringen – Bernhard und Britta Sieverding bekommen Gänsehaut, wenn sie sich das Video von der Siegerehrung des Grand Prix Spezial in Aachen anschauen. Die Kamera hält die meiste Zeit auf die Siegerin Jessica von Bredow-Werndl. Die Dressurreiterin tätschelt liebevoll den Hals ihres Pferdes, dann ertönt die Nationalhymne. Der dunkelbraune Hannoveraner unter ihrem Sattel heißt Ferdinand BB. Er kommt aus Twistringen, genauer gesagt aus dem Stall Sieverding.

Der Grand Prix Spezial in Aachen ist laut Bernhard Sieverding das renommierteste und größte Dressurturnier der Welt. „Ein Pferd in Aachen zu haben, selbst gezogen, ist schon eine große Sache. Dann noch zu sehen, wie es gewinnt – das war schon toll und hat uns natürlich auch stolz gemacht.“

Stolz war auch Jessica von Bredow-Werndl. Das ist ihr nach ihrem Sieg vor etwa anderthalb Wochen in einem Interview mit dem WDR anzumerken. „Aachen ist dafür bekannt, dass das ein oder andere Pferd auch mal schüchtern wird in dieser großen Arena. Aber es hat ihn nicht sonderlich gestört“, erzählt die zweifache Olympiasiegerin und Europameisterin in dem Interview über Ferdinand. Für ihn sei es das erste Turnier dieser Größe gewesen. „Ich glaube, beim ersten Mal, als wir reingeritten sind, hat er sich schon gefragt, wo wir jetzt hier gelandet sind, aber er hat mir schnell vertraut und fand die Arena wirklich gut.“

Der Grand Prix Spezial ist zugleich Teil des Dressur-Nationenpreises. Auch da landete von Jessica von Bredow-Werndl mit dem deutschen Team auf Platz eins.

Jessica von Bredow-Werndl und Ferdinand BB: Die Chemie stimmte auf Anhieb

Ferdinand war drei Jahre alt, als er und die Ausnahmesportlerin sich kennenlernten. Bernhard Sieverding erinnert sich noch gut daran. Sofort sei klar gewesen: Die Chemie stimmt. Beatrice Bürchler-Keller, Sponsorin und ehemals hochkarätige Richterin, hatte Jessica von Bredow-Werndl auf den Hannoveraner aus Twistringen aufmerksam gemacht. Das „BB“ in Ferdinands Namen weist im Übrigen auf den Namen der Sponsorin hin.

Ein gutes Team: (v.l.) Beatrice Bürchler-Keller, Jessica von Bredow-Werndl und Ferdinand BB.

Die Sieverdings arbeiten seit 25 Jahren mit Bürchler-Keller zusammen. Inzwischen verbindet sie nicht nur geschäftliches, sondern auch eine enge Freundschaft. Die Sponsorin ist immer mal wieder in Twistringen zu Gast, ebenso wie Reiterin Jessica von Bredow-Werndl.

Guten Grund, sich über den Erfolg in Aachen zu freuen, hat auch Britta Sieverdings Sohn Andreas Müller. Er betreibt den Ausbildungsstall Müller in Mörsen und hatte Ferdinand ein Jahr lang ausgebildet und an den Dressursport herangeführt, bevor das Pferd zu Jessica von Bredow-Werndl kam.

Mittlerweile ist der Wallach zwölf Jahre alt. Im Stall der Olympiasiegerin in München ist er eines von drei Pferden aus Twistringen. Die Sieverdings wissen die Tiere dort in guten Händen. „Jessi geht mit ihren Pferden um, als ob es ihre eigenen Kinder wären“, so Britta Sieverding.

Bekannte Kollegin von Ferdinand BB: Jessica von Bredow-Werndls Erfolgsstute Dalera

Die bekannteste Stallkollegin von „Ferdl“ ist wohl Stute Dalera, mit der Jessica von Bredow-Werndl zuletzt zwei goldene Olympiamedaillen und den Sieg bei der Europameisterschaft einheimste. Die beiden Turniere folgten dicht an dicht, und Aachen schloss sich nur wenige Tage später an. „Da wird so ein Pferd geschont, und da hat sie einfach ihr zweitbestes Pferd aus dem Stall geholt“, sagt Bernhard Sieverding. Sogleich gibt er zu: Ein bisschen Glück war auch im Spiel. Ein anderes Pferd aus dem Kader fiel für das Turnier aus, und Ferdinand rückte nach. Rund einen Monat vor dem Wettkampf in Aachen erhielten die Sieverdings den Anruf von Jessica von Bredow-Werndl: Ferdinand ist dabei.

Eine gute Entscheidung. Das geht nicht nur aus der Rangliste hervor, sondern auch aus einem Bericht der „Reiter Revue“. Demzufolge habe Ferdinand bewiesen, dass er im großen Sport angekommen sei – „zwar noch ein bisschen grün, aber dafür mit viel Ehrgeiz.“ Und um auf das WDR-Interview nach dem Sieg zurückzukommen: Darin sagt die Doppel-Olympiasiegerin, dass Ferdinand über den Winter noch mehr Kraft und Selbstvertrauen gewinnen könne. „Ich freue mich auf alles, was da noch kommt.“

Auch Britta und Bernhard Sieverding sind gespannt, was die Zukunft so bringt. Insgesamt haben sie 25 Zuchtstuten. Bernhard Sieverding: „Unser nächstes Ziel ist natürlich, so einen Erfolg noch einmal hinzubekommen!“

Von Katharina Schmidt

Britta und Bernhard Sieverding betreiben einen Aufzuchtstall in Twistringen.

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