Twistringer Ausschuss stimmt für Mobilitätskonzept Radverkehr des Kommunalverbundes

Das Ziel: „Region der guten Wege“

Hinweise für Radfahrer an der B 51 in Twistringen. Das Mobilitätskonzept bietet die Chance auf ein qualifiziertes Alltagsradverkehrsnetz – und setzt auf einheitliche Hinweisschilder.
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Hinweise für Radfahrer an der B 51 in Twistringen. Das Mobilitätskonzept bietet die Chance auf ein qualifiziertes Alltagsradverkehrsnetz – und setzt auf einheitliche Hinweisschilder.

Twistringen – Das Ziel im Kommunalverbund Niedersachsen-Bremen ist klar definiert im Rahmen des neuen regionalen Mobilitätskonzepts Radverkehr: Es geht um ein gemeinsames Alltagsradverkehrsnetz, das in Zukunft „attraktive und sichere Verbindungen schaffen soll und einen Beitrag für eine klimaschonendere, zukunftsfähige Mobilität leistet“, betont Susanne Krebser. Die Geschäftsführerin des Kommunalverbundes mit Sitz in Delmenhorst, hat dem Stadtentwicklungsausschuss in Twistringen diese Woche das neue Konzept vorgestellt.

Der Ausschuss hat einmütig zugestimmt und „begrüßt die Vorlage des Regionalen Mobilitätskonzepts“. Der Rat soll den Bürgermeister ermächtigen, ebenfalls in der Mitgliederversammlung des Kommunalverbundes zuzustimmen. Die Verwaltung wird außerdem zur Umsetzung des Konzeptes im eigenen Zuständigkeitsbereich beauftragt, für das Stadtgebiet empfohlene Maßnahmen zur Verbesserung des Radwegenetzes zu prüfen.

Susanne Krebser erklärte, dass dieses Konzept im Leitbild der Region dem Handlungsfeld „Daseinsvorsorge“ zugeordnet sei. „Region der guten Wege – Erreichbarkeit für Alle“ sei das Ziel. Erstmals werde hier für die gesamte Region ein gemeindeübergreifendes Radverkehrsnetz vorgelegt. Die unterschiedlichen Strecken würden in drei Gruppen eingeteilt: direkte Verbindungen zwischen Hauptorten und Zielen (1. Ordnung), ergänzende regionale Radwege (2. Ordnung) und mögliche Radschnellverbindungen. Das Radverkehrsnetz, so Krebser, sei mit dem öffentlichen Nahverkehr an Bahnhöfen und wichtigen Bus- oder Straßenbahnhaltestellen verknüpft, es bestehen Umsteigemöglichkeiten.

Ein Beispiel für Twistringen: In der Trägerschaft der Stadt liegt die Strecke 1. Ordnung von der B 51 über die Konrad-Adenauer-Straße, Am Bahnhof und Sulinger Straße bis zur L 341 Richtung Sulingen. Alle anderen Strecken 1. und 2. Ordnung befinden sich in der Trägerschaft von Landkreis, Land oder Bund.

Das Mobilitätskonzept sieht ein Maßnahmenkataster vor. Es enthält Bereiche, wo Mängel, Sanierungs- oder Planungsbedarf bestehen. Danach kann auf kommunaler Ebene der Finanzierungsbedarf ermittelt werden und die Ausbauplanung erfolgen. Über das Mobilitätskonzept hinaus stellen sich Fragen nach dem innerörtlichen Radverkehr, und nach Fahrradabstellanlagen sowie Schulwegsicherheit.

„Wir wollen schrittweise Lösungen für verschiedene Bedürfnisse im Radverkehr schaffen: für den schnellen und den langsameren Radverkehr, für Personenfahrten und für den Lastentransport. Dazu haben wir in Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden, in Kooperation mit dem ZVBN und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und gestützt auf ein fachplanerisches Gutachten ein Konzept erarbeitet“, erklärt Geschäftsführerin Krebser.

Schließlich ist die Politik aufgefordert, den Radverkehr konsequent zu unterstützen. Bei Haushaltsberatungen sind entsprechende Prioritäten zu formulieren, um die Umsetzung voranzutreiben. Dies ist im Mobilitätskonzept des Kommunalverbundes nachzulesen.

Von Theo Wilke

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