„Da wird geparkt wie wild“

Falschparken und andere Verstöße: In Twistringen gibt es mehrere Problemstellen

Die Verkehrssituation am Centralplatz hat großes Verbesserungspotenzial: Das war jetzt die vorherrschende Meinung im Twistringer Ortsrat.
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Die Verkehrssituation am Centralplatz hat großes Verbesserungspotenzial: Das war jetzt die vorherrschende Meinung im Twistringer Ortsrat.

Twistringen –  Manche Verkehrsteilnehmer fahren und parken in Twistringen, wie sie lustig sind: Das ist zumindest die Erfahrung mehrerer Mitglieder des Twistringer Ortsrats. Ihren Schilderungen zufolge gibt es gleich mehrere Brennpunkte.

Da wäre zum Beispiel der Centralplatz. „Da wird geparkt wie wild“, berichtete Jan Hendrik Melcher bei der jüngsten Ortsratssitzung im Ratssaal. Damit bestätigte er Dieter Kordes’ Eindruck. Der hatte das Thema zuvor angesprochen und sich erkundigt, ob es in Twistringen jemand gebe, der Falschparker kontrolliert. Gibt es. Das erklärte Erster Stadtrat Harm-Dirk Hüppe. Die Person sei aber nicht unbedingt jeden Tag unterwegs, da sie noch andere Aufgaben habe.

Sabine Nölker machte im Zuge einer Einwohnerfragestunde auf ein weiteres Problem am Centralplatz aufmerksam. Immer wieder würden dort Autos durch die Fußgängerzone auf der Kirchstraße fahren. „Und die fahren da nicht langsam durch. Wenn jemand aus dem Korfu kommt und zur Glühweinbude will, kann das schlimm enden.“ Sie schlug vor, das Problem mit einer Barriere für Autos aus der Welt zu schaffen.

Katrin Schwarze wies darauf hin, dass dies eine Barriere sein müsste, die sich zum Beispiel elektrisch im Boden versenken lässt – damit die Feuerwehr im Zweifel noch durchkommt. „Vielleicht ist das ja eine Idee für die Gestaltung des Centralplatzes“, fügte sie hinzu. Wie berichtet, will die Stadt den Platz mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ aufwerten.

Bei der Ortsratssitzung kamen eine Reihe weiterer „Problemstellen“ zur Sprache. Etwa die 30er-Zone auf der Bahnhofstraße von Scharrendorf Richtung Stadtmitte, in der manch einer zu stark aufs Gaspedal drückt. Direkt am Bahnhof wird es gerade zwischen 16 und 18 Uhr häufiger mal kuddelmuddelig, ebenso wie vor Schulbeginn und nach Unterrichtsschluss bei der Grundschule am Markt. „Wenn Flohmarkt ist, ist die Parksituation auch immer eine Katastrophe“, nannte Marvin Schwenker einen weiteren Punkt.

Ein zusätzliches Problem sind Laswagenfahrer, die ignorieren, dass Schwerlastverkehr nicht überall erlaubt ist. Gleich mehreren Ortsratsmitglieder ist aufgefallen, dass es dahingehend immer mehr Verstöße gibt. Erster Stadtrat Hüppe hat das ebenfalls festgestellt. Die Verwaltung werde die Hinweise an die Polizei weitergeben, erklärte er. Die Polizei überwache vor allem den fließenden Verkehr, während die Kontrolle des ruhenden Verkehrs eher Aufgaben der Kommune ist. An der Ecke Kampstraße/ Raiffeisenstraße nahm die Stadt den Verkehr nach entsprechenden Hinweisen mit einem Messgerät genauer unter die Lupe. Laut Hüppe gehen solche Messungen in der Regel über zwei Wochen. Das Ergebnis: eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 31 Kilometern pro Stunde und kaum Schwerlastverkehr.

Hüppe berichtete zudem, dass bei der Langen Straße in der Stadtmitte die Verfugung im Bereich der Kreuzung mit der B 51 erneuert worden sei. Denkbar wäre noch, die Spurrillen im weiteren Verlauf auszugleichen. Das würde ihm zufolge allerdings rund 50 000 Euro kosten.

Von Katharina Schmidt

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