Volker Behrens spendet Erlös aus Klopapierverkauf / Hospiz: Mehr als 30 Helfer in der Not

Corona-Krise: „Jeder hilft, wo er kann“

Hilfe in der Not: Das Plakat hängt auch in Läden.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Jeder hilft, wo er kann“, sagt Volker Behrens. Der Twistringer Fleischermeister bietet in seinem Fachgeschäft an der Bahnhofstraße auch Toilettenpapier an. Seine Initiative steht beispielhaft für alle, die sich in der Stadt engagieren und in Zeiten von Corona ihren Mitmenschen in der Not helfen. Wie Hospizdienst, Pfarrei St.  Anna und katholischer Jugend sowie das Freiwilligen Forum (FFT).

Für Volker Behrens ist es überhaupt keine Frage, denn: „Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.“ Seit einigen Tagen liegt für seine Kunden in Twistringen und Syke ein Zusatzsortiment an Bedarfsartikeln bereit: neben Toilettenpaper, Nudeln und Mehl auch Hefe, Zucker, Milch und Küchenrollen. Bei Behrens wird nicht gehamstert. „Alles in Maßen“, sagt er. Was gerade vorrätig ist, kann jeder aktuell auf der Internetseite der Fleischerei nachlesen.

Auf die Frage, warum er das mache, ist seine Antwort: „Viele Menschen hatten im Vorfeld so viel gehamstert, dass es nun – anscheinend – zu echten Engpässen kommt. Wir möchten dabei helfen, diesen entgegenzutreten. Solange wir von unseren Lieferanten diese Artikel beziehen können, werden wir diese unseren Kunden anbieten.“

Schließlich kündigt Behrens dieses Engagement als Hilfsaktion an. Der Erlös aus dem Verkauf werde anschließend anhand der Stückzahlen ermittelt und von der Fleischerei verdoppelt. Dieser Betrag solle danach einer Corona-Hilfe zukommen – „welcher, sehen wir dann. Ich denke da an lokale Projekte für Ältere“, erklärt der Fleischermeister.

„Solidarisch sein und solidarisch handeln in Twistringen“ ist das Motto für den Malteser-Hospizdienst, die katholische Jugend und das Freiwilligen Forum. Die Ehrenamtlichen in Twistringen unterstützen jene, die das Haus nicht verlassen möchten oder können, aber trotzdem Kontakt suchen. Die Helfer erledigen unter anderem auch Botengänge.

Die Resonanz sei noch zögerlich, zwei Anfragen gebe es bisher, sagt Silke Meier-Sudmann vom Hospizdienst. Bei der Koordinatorin laufen die Anrufe ein. Erfreulich: Inzwischen gebe es mindestens 33 Helfer auf der Liste. Wer auch helfen möchte oder wer Hilfe benötigt, meldet sich unter 04243/ 9703005, montags bis freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr.

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