Comeback für Kyosk beim Ziegelei Open Air / „Härteste Band des Festivals“

Aus dem Hühnerstall auf die Bühne

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Nach neun Jahren ist Kyosk in leicht veränderter Besetzung wieder da: Beim Ziegelei Open Air spielen Niels Stuffel (v.l.), Uwe Stiens, Torsten Schlake, Thorsten Nölker und Michael Bode.

Twistringen - Von Maik Hanke. „Wir können das Ganze abkürzen“, sagt Michael Bode und lässt sich zu Beginn des Pressegesprächs in einen Sessel fallen. „Ich weiß nix mehr.“ Der Grund: „zu viele flüssige Betäubungsmittel.“ Bode lacht. Und seine Band-Kollegen lachen mit. Beim Ziegelei Open Air gibt die fünfköpfige Twistringer Rocker-Kapelle Kyosk ihr Comeback nach neun Jahren.

Kyosk, das sind neben Sänger Bode noch Uwe Stiens (Gitarre), Torsten Schlake (Gitarre), Niels Stuffel (Schlagzeug) und Thorsten Nölker (Bass). Sie sind eine Coverband für die amerikanische Gruppe Kyuss, eine stilprägende Band des Stoner-Rock beziehungsweise Wüsten-Rock aus den 1990er-Jahren.

„Das ist unerreicht“, sagt Schlake über das Werk von Kyuss. Die Band sei vergleichbar mit Black Sabbath, nur weiterentwickelt und ein wenig härter. Kyosk sind aber keine Eins-zu-eins-Kopie von Kyuss. Sie spielen nach Gehör (Bode: „Echte Musiker brauchen keine Noten“) und haben so einen eigenen Stil entwickelt.

„Wenn wir auftreten, dann wird es laut – und heftig“, sagt Schlake über den bevorstehenden Auftritt beim Ziegelei Open Air. Die Band bezeichnet sich selbst als „die härteste Band des Festivals“.

Die Kyosk-Rocker machen seit mehr als 20 Jahren Musik und kennen sich schon aus Schultagen. Anfang der 2000er war Kyosk ihre Hauptband. 2002 und 2004 spielten sie bereits in der Ziegelei. Dann, 2006, zerfiel die Band. Seitdem spielen die Musiker in anderen Formationen. Doch jetzt zum Ziegelei Open Air gibt es das Comeback in leicht veränderter Besetzung.

Mitte 2014 war die Idee aufgekeimt, die Band wiederzubeleben. Bode, Stiens, Schlake und Nölker saßen beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft bei einer Grillparty im Garten zusammen, als sie eine SMS von Niels Stuffel lasen: „Ich hab da mal eben was klar gemacht...“ Stuffel ist mit Ziegelei-Organisator Rene Beckmann befreundet.

Weil Stuffel in Hamburg lebt, sind Proben in derKyosk-Formation nur einmal im Monat möglich. Die Rocker üben in Marhorst – in einem umgebauten Hühnerstall. Wenn Stuffel nicht dabei ist, spielen die anderen mit ihrer Band Bucket of Death.

Neu dabei ist Thorsten Nölker. Vergangenen Sommer hat er erstmals seit 20 Jahren wieder einen Bass in die Hand genommen, erzählt er. Ende März stand er mit der Band Bucket ofDeath in der Scubar zum ersten Mal überhaupt auf einer Bühne. Das Ziegelei Open Air wird für ihn eine ganz neue Erfahrung. „Die Nervosität wird kommen“, ist er sicher.

Am 12. Juni eröffnenKyosk das Ziegelei Open Air. Die Veranstalter hoffen, dass eine Band aus der Stadt gleich zu Beginn Zuhörer anlocken kann. „Die Leute müssen sich darauf einstellen, dass Freitag um 18 Uhr der Headliner spielt“, scherzt Michael Bode. Ob es nach dem Auftritt mit Kyosk weitergeht, ist offen. Jetzt lassen es die Rocker erst mal beim Open Air krachen. Und natürlich sind „flüssige Betäubungsmittel“ auf der Bühne erlaubt.

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