„Charlotte“ – Hommage an einstige Wurstverkäuferin

Beckmann und Band begeistern 400 Konzertbesucher im Gymnasium Twistringen

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400 Fans feierten am Freitagabend Beckmann und Band im Twistringer Gymnasium.

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Zugabe!“, schallte es aus vielen Kehlen am Freitagabend im voll besetzen Forum des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums in Twistringen. 400 Konzertbesucher erlebten auf Einladung der Freunde der Alten Ziegelei einen herausragenden dreistündigen Konzertabend. Reinhold Beckmann und Band genossen das Tournee-Gastspiel und dankten ihrem Publikum mit zahlreichen Zusatzsongs.

Zum dritten Mal gastierte die Band um Frontmann und Songwriter Reinhold Beckmann in seiner Heimatstadt. An seiner Seite Gitarrist Johannes Wennrich, Drummer Robin McMinn sowie Bassist Thomas Biller und am Keyboard und an der Trompete Jan-Peter Klöpfel. „Hallo Twistringen!“, begrüßte Beckmann seine Fans. Und im Publikum sein wohl treuester und mit 96 Jahren ältester Fan: Mutter Änne Beckmann. Wer nicht zum ersten Mal dabei war, wusste, dass Beckmann nicht nur sang und Gitarre spielte, sondern auch viel aus seiner Heimatstadt und Jugendzeit zu berichten hatte. „Je älter man wird, desto öfter lässt man die Vergangenheit Revue passieren“, gab der fast 62-Jährige zu.

Aber Beckmann war an diesem Abend für viele auch ruhiger, gelassener und sanfter. Zwar bestimmten weiterhin rockige Stücke das Programm, doch die Besucher hörten auch Lieder zum Träumen und Nachdenken. Songs wie „Ich bin der fünfte Beatle“ oder „Bremen“ kamen ebenso an, wie „Charlotte“, eine Hommage an „seine“ Wurstverkäuferin aus Kindertagen.

„Eine Veranstaltung, auf die ich sehr gespannt war“, so Pressesprecher Joachim Rosche von Seiten der Organisatoren. „Das Haus ist nicht nur voll, weil Beckmann ein Twuster Junge ist, sondern weil er und die Band qualitativ hochwertige Musik machen“, lobte er.

„Gangster“-Song für Donald Trump

Anders als beim letzten Konzert in der Alten Ziegelei achteten die Zuhörer mehr auf die Inhalte der Songs, die von Rumba-Klängen über sentimentale Jazzballaden bis Rock reichten. Mal heiter, mal verträumt, mal nachdenklich ließ sich das Publikum auf die Musik ein. „Ist das schön!“, schwärmte Anja Ferdinand aus Wiesmoor bei dem Song „Wohin in dieser Welt?“, den Beckmann schrieb, als das Foto eines Flüchtlingsjungen, der tot am Strand von Aleppo lag, um die Welt ging.

Donald Trump war das Lied „Gangster“ gewidmet, dass Beckmann vor fünf Jahren geschrieben hatte, „als Trump noch gar nicht Präsident der USA war“. Bei diesem Song legte „Gitarren-Sau“ Johannes sein erstes Solo hin. Nicht nur er überraschte als Solist noch mehrmals die Konzertbesucher im Schulforum. Das Publikum rockte auf den Stühlen, sang ganze Passagen mit. „Es war einfach klasse – fantastisch“, lobten nicht nur die weiblichen Gäste.

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