Bürgermeister stellt Konzept vor

Der Centralplatz der Zukunft

Das Konzept für den Centralplatz, bildlich dargestellt. Die dicke Linie rechts stellt eine mögliche neue Mauer da, um das Spielareal von der Kirchstraße/Steller Straße abzugrenzen. Die weißen Flächen in der ansonsten roten Linien sind teils überdachte, in die Mauer eingearbeitete Sitzgegenheiten. Links im Bild ist eine gepunktete Linie. An der Stelle könnte die vorhandene Mauer abgerissen werden. Beschlossene Sache sind diese Planungen noch nicht. GRAFIk: STadt TWistringen
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Das Konzept für den Centralplatz, bildlich dargestellt. Die dicke Linie rechts stellt eine mögliche neue Mauer dar, um das Spielareal von der Kirchstraße/Steller Straße abzugrenzen. Die weißen Flächen in der ansonsten roten Linien sind teils überdachte, in die Mauer eingearbeitete Sitzgelegenheiten. Links im Bild ist eine gepunktete Linie. An der Stelle könnte die vorhandene Mauer abgerissen werden. Beschlossene Sache sind diese Planungen noch nicht. Grafik: Stadt Twistringen

Die Stadt Twistringen will den Centralplatz aufwerten. Mit der Hilfe von Bürgern hat sie ein Konzept erarbeitet. Vorgesehen sind Bereiche für Kinder, Jugendliche, Kultur und Gastronomie.

Twistringen – Wir schreiben das Jahr 2023. Während die Eltern einen Kaffee auf dem Centralplatz schlürfen, toben sich die Kinder in Sichtweite auf dem neuen Wasserspielplatz aus. Ihr Kichern vermischt sich mit dem Gesang eines Musikers, der auf einem kleinen Bühnenpodest steht. Ein paar Meter weiter hängen Jugendliche auf einer smarten Bank ab. Dort laden ihre Handys sich wie von Zauberhand auf.

So (oder so ähnlich) könnte es zumindest sein. Der Centralplatz an der B 51 soll schöner, besser, einladender werden. Bürgermeister Jens Bley stellte am Donnerstagabend im Stadtrat einen Entwurf dafür vor. Die Stadt Twistringen hat das Konzept auf Grundlage einer Bürgerbeteiligung ausgetüftelt. Beschlossene Sache ist es aber noch nicht. Es handelt sich vielmehr um einen Vorschlag, über den die Lokalpolitik dann im nächsten Schritt beraten wird.

Idee: Wasserspielplatz auf dem Centralplatz in Twistringen

Der Brunnen auf dem Centralplatz bietet momentan einen recht lieblosen Anblick. Ein Schlauch, der sich über dem Boden schlängelt, macht es nicht besser. Die Idee ist, alle Leitungen unter die Erde zu legen und den Brunnen zu einem Wasserspielplatz umzufunktionieren. Denkbar wären auch weitere, kleinere Spielgeräte. Um das Kinderareal von der Kirchstraße / Steller Straße abzugrenzen, sieht der Entwurf eine neue Mauer vor – mit eingearbeiteten Sitzgelegenheiten, ähnlich wie bei der bereits bestehenden Mauer. Damit die Kleinen im Spielbereich auch mal in den Schatten können, sind dabei auch überdachte Sitzmöglichkeiten angedacht.

Auf der anderen Seite des Centralplatzes, angrenzend zur B 51, könnte ein Stück Mauer dem Erdboden gleichgemacht werden. Somit wäre mehr Raum – etwa für kleine, beleuchtete Holzpodeste um zwei bestehende Bäume herum. In anderen Städten dienen solche Podeste bereits als Bühne für Künstler.

Bücherschrank und smarte Bank

„Bei den Fahrradständern könnte man über eine E-Bike-Ladestation nachdenken“, erklärte Bley. Und präsentierte sogleich die nächste Idee: Ein Jugendbereich zwischen den Radständern und dem Parkplatz, mit Sitzgelegenheiten aus Balken und einer smarten Bank. Letztere könnte es ermöglichen, drahtlos per Induktion und mit Solarstrom Handys zu laden. Wer es lieber analog mag, kann sich auf dem Centralplatz der Zukunft eventuell in einem öffentlichen Bücherschrank bedienen.

Die Zone vor der Gastronomie ist für Autos bereits jetzt gesperrt. Zukünftig wird sie vielleicht auch für Radfahrer tabu sein. Die bestehenden Parkplätze sollen laut dem Konzept erhalten bleiben.

B51: Sanierung wohl erst 2023

2023 – eher wird das mit der von vielen Twistringern lang ersehnten Sanierung der Bundesstraße 51 wohl nichts. Die Straßenbauverwaltung hat mit dem Landkreis das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Die Planfeststellung ist vorangeschritten, jedoch steht der Planfeststellungsbeschluss noch aus. Bevor der nicht getroffen ist, können hinterlegte Gelder nicht freigegeben und die Arbeiten nicht ausgeschrieben werden. Zuletzt war von einem Baubeginn im Jahr 2022 die Rede. 

Ein von vielen Bürgern angesprochener Punkt, der sich in dem Konzept nicht widerspiegelt, ist der Schutz vor Straßenlärm. Da fehlt es laut Bley noch an Fantasie, wie genau sich das umsetzen lässt – aber darüber könne man noch diskutieren.

Die Zeit drängt ein wenig. Die Stadt hat im Zuge des Programms „Perspektive Innenstadt“ die Aussicht auf Fördermittel. Dafür muss die Umgestaltung aber bis zum 31. März 2023 erfolgen.

Veränderungen auch im Hochzeitswald geplant

Im Hochzeitswald soll sich ebenfalls etwas tun. Eine Gruppe hat im Zuge des Umweltprojektes „Grüne Lunge“ Ideen gesammelt und auch die Anlieger mit ins Boot geholt. Vorgesehen sind unter anderem Pfosten, Balken und andere Holzkonstruktionen – zum Spielen, Klettern oder Balancieren. Zusätzliche Ruhebänke könnten zum Verschnaufen einladen. Ein weiterer Vorschlag: ein Barfußpfad aus natürlichen Materialien und Hinke-Pinke-Spiele zum Herumhüpfen.

Auch beim Hochzeitswald steht die Idee von einem Bücherschrank im Raum. Bezüglich der Finanzierung hoffen die Beteiligten auf Fördermittel.

Von Katharina Schmidt

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