Blumen, Kürbisse und freundliche Tiere

Bunte herbstliche Vielfalt beim Twistringer Tag der Regionen

Stiens Hofgarten war am Sonntag eine der Anlaufpunkte beim Tag der Regionen.
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Stiens Hofgarten war am Sonntag eine der Anlaufpunkte beim Tag der Regionen.

Twistringen – Das Wetter am Tag der Regionen hätte durchaus besser sein können. Dennoch wurden die Anbieter am Sonntag nicht enttäuscht – jedenfalls meist nicht. Zwar blieben die Spaziergänger, Wanderer und Fahrradfahrer übersichtlich, doch Parkplätze waren an den 13 Stationen trotzdem sehr begehrt. Reges Treiben herrschte zum Beispiel auf dem Hof Stiens in Stelle, während der Reisegarten und der Beerenlehrpfad am Twuster Padd eher wenig Zulauf fanden.

In den schönsten Herbstfarben präsentierte sich der Hof von Marco und Sina Stiens. Eine wahre Blumenpracht, durchbrochen von Kürbissen in allen Größen und Farben sowie freundlich gesinnte Tiere empfingen die Gäste ab dem Vormittag. Der erst im April dieses Jahres eröffnete Hofladen barg so manche Überraschung. Mit viel Liebe zum Detail präsentiert Sina Stiens dort neben selbst gezogenem Gemüse und Obst sowie Blumen und Pflanzen auch für weitere regionale Anbieter die Waren: So etwa vom Eierhof Helmut Beuke aus Mörsen die Eier und von Wieses Bauernladen in Binghausen selbstgemachte Marmeladen und Gelees, Liköre und eingekochtes Gemüse.

Alpakas, Schafe und ganz viele Hühner

Am Sonntagnachmittag fand dies alles reißenden Absatz, ebenso wie das von Jutta Gottwald gebackene Kürbisbrot. Für die Kinder waren es vor allem die große Hüpfburg und die vielen Tiere, die sie begeisterten. Alpakas, Schafe, die Eselin Emma und das Pony Harvi, hunderte von Hühnern aber vor allem das große Freilaufgehege der Meerschweinchen und Kaninchen zogen die Blicke auf sich. In der großen Scheune warteten die Töchter von Marco Stiens auf die kleinen Besucher. Gemeinsam schnitzten sie dort gegen eine kleine Spende tolle Gesichter in das Herbstgemüse, dass nun zu Halloween vor den Häusern stehen wird.

Der kleine Mateo versuchte sich als Nachwuchbildhauer beim Schnitzen mit Kürbissen. Vater Marcello schaute stolz zu.

Derweil ließen sich die Erwachsenen bei den Führungen von Marco Stiens die Vielfalt des im Jahre 1947 gebauten Hofes zeigen und erklären. Der Landschaftsgärtner ist seit dem 1. April 1999 selbstständig. „Als Aprilscherz angefangen, wurde es schnell ernst“, erklärt der 48-Jährige mit einem Augenzwinkern. Denn stetig hat er sich erweitert, um seinen Kunden selbst gezogene Pflanzen anbieten zu können. Eine eigene Baumschule, unterschiedliches Schreddermaterial, Gewächshäuser, in denen er und seine Frau saisonales Gemüse und Obst züchten, Freilandbeete und Erdbeerfelder. Dazu die Weiden für die vielen Tiere und Parkmöglichkeiten für die Kunden.

Ob die Eröffnung des Hofladens im April der Schlusspunkt war, ist noch nicht klar. Denn das Ehepaar Stiens geht voll in seiner Arbeit auf. Die Liebe zum Detail spürt man an jeder Ecke. Überall gibt es etwas zu entdecken. Alte Näh- und Erntemaschinen dienen zur Präsentation der vielen Blumen und Pflanzen. In alten Küchenschränken stehen die selbst angebauten Kartoffeln, Zucchini und Tomaten. Für viele Kunden war es am Sonntag der erste Besuch auf dem Hof Stiens – aber bestimmt nicht der letzte.

Wanderwege mit weniger Zulauf

Ein paar Kilometer weiter sitzt Inge Buschmann im Pavillon am Reisegarten. Als Mitglied im Heimat- und Bürgerverein ist sie an diesem Nachmittag für die Versorgung der Wanderer zuständig, die den Twuster Padd ausprobieren. Nur leider lädt das Wetter am Tag der Regionen nicht gerade zum Wandern ein. Nichtsdestotrotz wartet sie geduldig mit kühlen Getränken – ebenso wie Sabine Weymann am Beerenlehrpfad – auf Besucher. Die wenigen, die gekommen sind, erfahren von den Damen, was hinter dem Twuster Padd steckt. Er ist einer von 20 Wandertipps im Naturpark Wildeshauser Geest, die in einer Broschüre festgehalten sind. Auf 8,3 Kilometer Länge zieht sich der Weg von der St.-Anna-Kirche über den Reisegarten weiter zur Tonkuhle und am Ende an den Gedenkstein, der an den Brand der Twistringer Synagoge 1938 erinnert.

„Eine herrliche Route, die sehr zu empfehlen ist“, so Inge Buschmann. Jede Menge Grün und viel Twistringer Geschichte kann man hier zu sehen bekommen – und das natürlich nicht nur am Tag der Regionen.

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