Künftig nur noch für Fußgänger und Radfahrer?

Erhöhte Einsturzgefahr: Brücke in Ridderade gesperrt

Die Brücke hat mehrere Risse: Es besteht erhöhte Einsturzgefahr.
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Die Brücke hat mehrere Risse: Es besteht erhöhte Einsturzgefahr.

Die Straße zwischen der B51 und dem Feuerwehrhaus Ridderade ist gesperrt. Grund dafür ist die erhöhte Einsturzgefahr einer historischen Brücke. Künftig wird diese vermutlich nicht mehr für Autos befahrbar sein.

Twistringen – Die Brücke über die Heiligenloher Beeke auf der Strecke zwischen der B 51 und dem Feuerwehrhaus in Ridderade hat mehr als 230 Jahre auf dem Buckel. Baujahr 1787. Ein stolzes Alter. Das ist ihr leider auch anzumerken. Risse durchziehen das Mauerwerk, die Bausubstanz ist brüchig.

Das Ergebnis einer Überprüfung lautet: erhöhte Einsturzgefahr. Die Brücke ist daher nun gesperrt – und mit ihr die Straße zwischen der B 51 und dem Feuerwehrhaus.

Laut Twistringens Erstem Stadtrat Harm-Dirk Hüppe würde bei einer Sanierung die Denkmalschutzbehörde mit ins Boot geholt. Die Brücke stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, sei aber denkmalwürdig.

Auf der einen Seite des Gewölbes ist das Wappen von Georg III., König von Hannover, eingearbeitet. Auf der anderen ist die Jahreszahl 1787 zu lesen. Eine Brücke gab es an dieser Stelle schon zuvor, in dem Jahr wurde sie aber erneuert. Die Hauptarbeit leisteten dabei Bewohner aus Ridderade und den umliegenden Ortschaften, zum Teil im Rahmen der sogenannten Burgfestdienste.

Der gesamte Verkehr des alten Bremer Heerweges querte einst an dieser Stelle die Heiligenloher Beeke. Der Heerweg „schlängelte sich von Ort zu Ort, in teilweise großen Bögen, um feuchte Niederungen und Unwegsamkeiten zu umgehen“, heißt auf einer Hinweistafel der Twistringer Erlebnisroute Archäologie (TEA).

Aktuell läuft in Ridderade ein Flurbereinigungs-Verfahren. In den Planungen ist der Weg über die historische Brücke nicht mehr als Erschließungsstraße vorgesehen, sondern nur noch als Fuß- und Radweg. Eine Sanierung der Brücke für Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge ist laut Hüppe daher nicht angedacht. „Welche Sanierungsmaßnahmen für den Fuß- und Radverkehr erforderlich sind, wird derzeit geprüft.“

Die Vollsperrung führt dazu, dass die Buslinie 161 umgeleitet wird – allerdings genügt ein kleiner Schlenker, um der Sperrung auszuweichen. Wer auf der B 51 Richtung Twistringen fährt, kann einfach noch gut einen halben Kilometer weiterfahren und erst dann Richtung Ridderade abbiegen.

Von Katharina Schmidt

Historisch: Ein Wappen ist auf dem Gewölbe zu sehen.

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