Bremer stellt im Petit Musée aus

Pleps Bilder fallen aus dem Rahmen

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Ganz schön eng: Christian Plep (l.) und Bafuß im Musée.

Bissenhausen - Was ist, wenn Bilder aus dem Rahmen fallen? Wenn sie ihren Platz in Ausstellungen nicht finden, weil sie das falsche Format haben, nicht zu einer Serie passen oder in einer Galerie nicht auf die Wände gezeichnet werden darf, obwohl das Kunstwerk dies erfordert? Meist bleiben die Arbeiten dann im Atelier des Künstlers, werden höchstens noch im Internet gezeigt.

Dem Bremer Künstler Christian Plep ging es so mit einigen seiner Werke, bis ihn Museumsdirektor Bafuß (Jochen Tiemann) aus Heiligenloh-Bissenhausen fragte, ob er nicht im Petit Musée ausstellen wolle. Plep wollte. So entstand die Ausstellung „Aus dem Rahmen gefallen...“, die bis zum 2. Oktober, täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, in Bissenhausen 11 im bundesweit wohl kleinstem begehbaren Museum zu sehen ist.

Bei den neun Kunstwerken handelt es sich um informelle Malerei. Auf Leinwand, Holz oder Karton entstehen in langen Prozessen, in übereinander liegenden Schichten, vorwiegend monochrome Bilder. Das heißt; Bilder, deren Farben dicht beieinander liegen. Grau- und Brauntöne dominieren die Arbeiten. Manchmal treten sie mit einer rosa oder blauen Fläche in Dialog. Oder ein Bild wird durch ein rostiges Eisenstück ergänzt. Und dann ist da noch eine Art Bild-Ecke, Öl auf diversen Materialien, die ihre Fortsetzung in einer Bleistiftlinie auf der Museumswand findet.

Bei seiner Eröffnungsrede zeigte sich Museumsdirektor Bafuß sehr angetan von dem, was Plep ausstellt, obgleich er betonte, mit abstrakter Kunst normalerweise nicht so viel anfangen zu können. Seine Begeisterung wurde von etlichen der zur Vernissage gekommenen Gäste geteilt.

Die Ausstellung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sich die Bilder von Plep so gut ins Petit Musée einpassen, dass man meinen könnte, sie seien dafür gemacht. Oder scheint das Museum um die Bilder gebaut? Auf alle Fälle ergänzen sich der künstlerische Ansatz von Pleps Bildern und der des Museums hervorragend oder, um es mit den Worten des Künstlers zu sagen: „Dieses Museum ist ja auch ein aus dem Rahmen Gefallenes.“

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