Bremer Kaffeehaus-Orchester begeistert im Rathaus / 60 Gäste genießen Winterzauber

Vorweihnacht mit Witz und Humor

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Das Bremer Kaffeehaus-Orchester begeisterte am Sonnabend im Twistringer Ratssaal.

Twistringen - Von Ilka Rickers. Auf das Weihnachtsfest lässt es sich auf mancherlei Weise einstimmen: Weihnachtsmärkte, Adventskaffee, Kekse backen. Am Wochenende boten fünf Herren im Frack vom Bremer Kaffeehaus-Orchesters ein ganz besonderes Konzert im Twistringer Rathaus: „Weihnachtszauber – Winterträume“ sorgte für einen etwas anderen Blick auf die Weihnachtsmusik. Mit einer Mischung aus Klassik, Broadway, Rock und Swing nahm das Orchester sein Publikum mit auf eine stimmungsvolle Reise.

Twistringens Kulturbeauftragte Katja Bischoff freute sich auch über einige kurzentschlossene Gäste. „Im Vorfeld haben wir schon viele Karten verkauft“, sagte sie. „Es ist ein wunderbares Programm.“ Zum ersten Mal gastierte das Bremer Kaffeehaus-Orchester, und alle Musiker traten im festlichen Frack auf.

Gero John spielte das Violoncello in dem fünfköpfigen Orchester und freute sich besonders auf das Stück „Highland Cathedral“. Dafür gebe es keine Noten. Es sei ein Tipp von einem Kollegen gewesen. John: „Wir haben es von einer Kassette abgehört.“

Die letzten Handgriffe wurden trocken geübt, während Katja Bischoff rund 60 Gäste begrüßte. „Genießen wir die Musik.“ Die Befrackten betraten daraufhin unter kräftigem Applaus den in goldenes Licht getauchten Ratssaal.

Nach dem ersten einstimmenden Stück begrüßte Klaus Fischer das Publikum. Er spielte gleich drei Instrumente – Querflöte, Klarinette und Saxophon – die er zum Teil abwechselnd in den Stücken spielte.

Mit viel Humor und Witz moderierte Fischer die Stücke an, bediente auch Klischees aus den 1960er-Jahren in Amerika, die auf den Weihnachtsmann zurückzuführen sind. Das Orchester spielte dann „Santa Claus is Coming to Town“. Der Text handelt davon, dass der Weihnachtsmann in die Stadt kommt und artigen und unartige Kinder ausfindig macht. Durch die tiefen Töne des Saxophons wurde die irrwitzige Geschichte des Weihnachtsmanns hervorgehoben: weißer Bart, dicker Bauch, roter Mantel, Schlitten mit Rentieren, Geschenke durch den Kamin. Orchester und Publikum wippten fröhlich im Takt mit.

Kontrabassist Anselm Hauke fand dieses Arrangement noch am besten vom selbst zusammengestellten Programm. „Es macht mir besonders Spaß. Es kommt eine ganz andere Stimmung auf.“ Begeistert reagierte auch das Publikum. „Ein sehr schönes Konzert und sehr harmonisch. Ich bin angenehm überrascht“, so Marion Wellmann, die mit ihrem Mann das Konzert erlebte.

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