Vereinbarung mit der Stadt greift / „Ein paar schwarze Schafe“ gibt es noch

Blühende Wegeseitenränder: Lob für Twistringer Landwirte

Die öffentlichen Wegeseitenränder dürfen vor dem 1. Juli nicht gemäht werden. Die meisten Landwirte halten sich daran. - Foto: Wilke

Twistringen - Von Theo Wilke. Als Nahrungs-, Brut-, Rückzugs- und Überwinterungsgebiet sind sie unerlässlich. Die öffentlichen Wegeseitenränder auf Twistringer Stadtgebiet dürfen grundsätzlich vor dem 1. Juli nicht gemäht werden. „Sie bieten vielen Pflanzen, Insekten, Vögeln und auch Säugetieren einen (Über-)Lebensraum“, betont Ulrike Ehlers von der Stadtverwaltung im Rathaus.

Besonders im Winter und während der Erntezeit, so Ehlers weiter, würden die Wegeraine häufig die einzigen noch vorhandenen Strukturen darstellen, in die sich die Feldbewohner zurückziehen könnten. Die Stadt sei bemüht, diese Struktur zu erhalten und zu verbessern.

Deshalb ist bereits vor etwa fünf Jahren mit allen Ortsbürgermeistern und Wegebeauftragten in den Ortschaften das Mähverbot vor dem 1. Juli beschlossen worden.

Im Mai dieses Jahres haben sich Bürgermeister Martin Schlake, die städtische Beauftragte Ulrike Ehlers und Bauhofleiter Thorsten Ellinghausen erneut mit Ortsbürgermeistern und Wegebeauftragten getroffen. Dabei ist ein gemeinsames Konzept zur Pflege der öffentlichen Wegeseitenränder vereinbart worden. „Da der Bauhof zurzeit knapp an Personal ist, sollen uns die Landwirte helfen“, so Ehlers.

Und die Landwirte tun es. Ein gutes Beispiel dafür sind die Ortschaften Borwede und Ridderade. Dort gab es bereits vor zwei Jahren einen Plan für den Bauhof, wo die Stadt nach dem 1. Juli noch mähen muss und welche Strecken die Landwirte selbst übernehmen.

Den Ortschaften, die bereit sind, den größten Teil ihres Wegenetzes selbst zu mähen, verspricht Bürgermeister Schlake eine zweckgebundene Aufwandsentschädigung fürs Ortsbudget. In den Ortschaften, wo keine Landwirte die Stadt unterstützen, ist weiterhin der Bauhof tätig.

Zu 90 Prozent werde der Mähzeitpunkt von den Landwirten, die selber mähen, eingehalten. Leider würden immer wieder Seitenstreifen früher als erlaubt gemäht. „Aber bis auf ein paar schwarze Schafe, die sich nicht an die damals getroffenen Vereinbarungen halten, macht der größte Teil der Landwirte mit, und das finde ich ganz toll“, lobt Ulrike Ehlers. In anderen Gemeinden seien Wegeseitenräume schon mal vor dem 25. Mai komplett abgemäht worden.

Ausnahmen vom Twistringer Mähkonzept gibt es auch, etwa Busstrecken, Sichtdreiecke und Strecken zum Beispiel für Schützenumzüge. Schließlich auch bei massivem Befall der Wegeseitenräume durch Problemkräuter wie Disteln, Ambrosia, Jakobskreuzkraut und Beifuß. Vorzeitiges Mähen muss im Rathaus bentragt werden.

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