300 Besucher beim Twuster Festiwäldchen

Blasorchester und Bluesrock

Gut gelaunte Gästen lauschten den Klängen des Twistringer Blasorchesters (links) und von Könnnix (rechts).
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Könnnix beim Twuster Festiwäldchen.

Twistringen – „Wenn in Twistringen was passiert, muss man doch dabei sein“, brachte es ein Besucher des „Twuster Festiwäldchens“ mit einem Glas Bier in der Hand auf den Punkt. Dabei waren auch einige Hundert Feiernde, die sich den Abend mit handgemachter Musik aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen vertrieben.

Gegen 18 Uhr löste sich so langsam die Anspannung bei Sandra Wehausen und Sabine Nölker. Das Twistringer Blasorchester spielte bekannte Weisen. An den geschmückten Tischen saßen im Hochzeitswald mehr als 300 gut gelaunte Gäste. Selbst das Wetter spielte mit und spendierte angenehme, spätsommerliche Temperaturen. Als Organisatorinnen der Premiere des Twuster Festiwäldchens hatten Sandra Wehausen und Sabine Nölker mit ihrem Team die Vorarbeit geleistet und wurden bereits im Vorverkauf von den Twustern mit rund 200 verkauften Karten belohnt. Vier Musikgruppen waren angekündigt. Drei traten auf. Der Twistringer Spielmannszug hatte kurzfristig absagen müssen. „Alles kein Problem“, sagte Sabine Nölker, „die anderen Gruppen spielen jeweils etwas länger“. Insgesamt sah das Programm knapp fünf Stunden Musik vor. Neben dem Blasorchester unterhielten Limberg & Limberg sowie die Band Könnnix an diesem Abend. „Wir haben ein breites musikalisches Spektrum in Twistringen, aus dem wir heute nur einen Bruchteil vorstellen können“, berichtete Sandra Wehausen.

Spenden für Flutopfer im Ahrtal

Dass man in Twistringen nicht nur zu feiern versteht, sondern dabei auch das Leid anderer Menschen nicht vergisst, wurde anhand einer kleinen Gitarre deutlich. Wehausen hatte in der Begrüßung um Spenden für Flutopfer im Ahrtal gebeten. Mit dem Geld soll eine Aktion des ehemaligen Twistringer Kaplans Marc Weber unterstützt werden. Mit den Worten „Jeder Cent zählt“, rief sie zu Spenden auf. Dankbar nahm sie später zur Kenntnis, dass über 600 Euro das Innere des Instruments füllten.

Aber zurück zur Musik. Bei den Weisen des Blasorchesters hörte man schon den einen oder anderen Besucher mitsingen. An den Tischen wurde geschunkelt. Das änderte sich, als das Twistringer Lied angestimmt wurde. Jetzt verfügte das Instrumental-Orchester plötzlich über eine vielstimmige vokale Begleitung. Nicht unbedingt in allen Strophen textsicher, kam der mit „Perle, du in Niedersachsen“ beginnende Refrain vielen leicht über die Lippen. Mit Heiner und Martin Limberg wechselte die Musikrichtung. „Akustikrock“ nannte Heiner Limberg ihr Repertoire, das aus Titeln der Top 100 der letzten 50 Jahre besteht. Neben Klassikern wie „A Horse with no Name“ von America oder „Sundown“ von Gordon Lightfood spielten sie auch die bekannte Ballade „Weil ich dich liebe“ von Marius Müller-Westernhagen.

Vereinsgründung am 22. September

Und nicht nur den Zuhörern gefiel es. Heiner Limberg genoss es, „endlich mal wieder vor Publikum zu spielen. Vor Corona hatten wir zwischen fünf und zehn Auftritte im Jahr. Seit Anfang 2020 nicht einen“, schilderte er im Gespräch. Dem konnte Frontmann „Mocky“ (Hans-Joachim Mock) von Könnnix nur zustimmen. „Im März 2020 hatten wir unseren letzten Auftritt. Wir hoffen, dass uns nicht nur ein kleines Zeitfenster bis zu den nächsten Einschränkungen bleibt“, sagt er. Zusammen mit Martin Logemann (Leadgitarre), Michael Bundt (Drums), Peter Pade (Keyboard), Stefan Kunst (Bassgitarre) und Reinhard von Bosse (Mundharmonika und Gitarre) spielten sie, bei zunehmender Dämmerung im Fackelschein, bekannte Titel des Bluesrock. Muddy Waters, Jimmy Hendrix, Elvis und andere Musikgrößen hatten die Vorlagen geliefert. Könnnix, die nach Meinung eines Besuchers eigentlich „Könnwas“ heißen müssten, entließen die Besucher mit ihren Klängen beschwingt in die Nacht. Ingo Müller meinte, dass „eine Stadt wie Twistringen froh sein kann, einen Verein wie Kultur & Unterhaltung Raum Twistringen (KURT) zu haben“, obwohl es den nach Worten von Sabine Nölker noch gar nicht gibt. Seit drei Jahren ist sie mit Sandra Wehausen ehrenamtlich für die Stadt auf kulturellem Gebiet tätig. „Am 22. September wollen wir das im Gasthaus Zur Penne auf breitere Füße stellen und einen Verein gründen“, gab sie dem Berichterstatter abschließend mit auf den Weg.

Von Horst Meyer

Gut gelaunte Gästen lauschten den Klängen des Twistringer Blasorchesters

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