„Bin sehr gut vernetzt“

Bürgermeisterwahl: Frank Hömer tritt als freier Bewerber an

+
Frank Hömer möchte auf den Bürgermeisterstuhl im Rathaus.

Auf Anhieb 2016 für die CDU in den Twistringer Stadtrat gewählt, ist Frank Hömer schnell aufgestiegen: Ortsbürgermeister ist der 46-Jährige, auch ehrenamtlicher stellvertretender Stadt-Bürgermeister. Und nun sitzt Hömer auf dem Kandidatenkarussell für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 26.  Mai. „Ich bin sehr gut vernetzt. Ich denke, ich habe auch ein gutes Ohr am Bürger – und die notwendige soziale Kompetenz“, begründet Frank Hömer seine Eignung für den Chefposten.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Ich wurde vor einigen Wochen von mehreren Menschen aus meinem persönlichen Umfeld angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, die Verantwortung in der Kommunalpolitik auch als hauptamtlicher Bürgermeister zu übernehmen. – Ja, ich kann!“, betont Hömer.

Ins Feld führt der erfolgreiche Geschäftsmann seine Verbundenheit zu Twistringen. Seit 2003 lebt er in der Stadt, mit seiner Familie fühlt er sich dort sehr wohl. Twistringen sei in den vergangenen Jahren gut vorangekommen. „Warum also sollte ich nicht noch zusätzlich die Verantwortung übernehmen, wenn die Menschen mir vertrauen?“

Das sagt ein Christdemokrat und Führungsmensch aus dem Stadtverband, der sich – offiziell ohne CDU-Unterstützung – nach Ostern in den heißen Wahlkampf stürzen will. Als freier, unabhängiger Bewerber. Hömer möchte für alle Bürger da sein. Da muss er sich auch „ein bisschen von der Parteiarbeit“ sowie von Vorstand und Ratsfraktion trennen. Die nötigen Unterstützer-Unterschriften (mindestens 130) hat er. „Das sind schon weit über 200“, freut er sich und zeigt auf den Ordner auf seinem heimischen Schreibtisch.

Keine spontane Entscheidung

Die Entscheidung, sich zur Wahl zu stellen, könne man nicht spontan treffen. Als Familienvater und selbständiger Unternehmer sei es für ihn selbstverständlich gewesen, zunächst einige Dinge abzuwägen. Seit Martin Schlake im Dezember erklärt habe, nicht ins Amt zurückzukehren, habe er sich mit einer Kandidatur beschäftigt. Ernst geworden sei es um Weihnachten herum. Zuerst habe er mit der Familie gesprochen.

Lesen Sie auch: Der Wahl-Ticker für unsere Region

Und dann stand für den überzeugten Europäer und Förderer der Städtepartnerschaft mit Bonnétable und Kaisiadorys fest: „Ich mache das.“ Darin bestärkt hat ihn auch, dass viele in Twistringen sagen würden, es müsse sich was ändern, und man müsse mal einen Bürgermeister aus der Wirtschaft nehmen. Hömer sieht auch ein gutes Miteinander und Gestaltungsmöglichkeiten, gemeinsam mit der ausgesprochen guten Verwaltung und dem zukünftigen Ersten Stadtrat Twistringen voranzubringen.

Wenn er zum Bürgermeister gewählt werde, übernehme seine Frau sofort die Geschäftsführung der beiden Fitnessstudios in Twistringen und Goldenstedt. „Christina ist eine erfahrene Kauffrau. Sie hat bereits von 1998 bis 2003 ein Studio geleitet.“

Aufgewachsen in Osnabrück

Frank Hömer ist in Merzen (Osnabrück) mit fünf Schwestern aufgewachsen, der Vater war Holzbildhauer, die Mutter versorgte Kinder und Haushalt. „Ich habe Tischler gelernt“, erzählt er. Am Ende hat er einen ganz anderen Weg eingeschlagen: Nach der Bundeswehr schlug der ausgebildete Sportmanager seine privaten und beruflichen Zelte in Twistringen auf. Aus gutem Grund: „Beim Vatertagslauf habe ich meine Frau Christina kennengelernt.“

Was den Christdemokraten zurzeit umtreibt und auch als künftigen Bürgermeister intensiv beschäftigen würde, hat er in einem Punktekatalog zusammengefasst: Hömer möchte eine kinderfreundliche Stadt und die Weiterentwicklung der Bildungsangebote, den Erhalt und Ausbau der Schulstandorte sowie die Ganztagsschule und zwei neue Turnhallen.

Wichtig sind ihm ebenso die Förderung der Wirtschaft und neue Baugebiete, ein Sanierungskonzept für die Innenstadt, etwa für den Bahnhofsbereich, dringend attraktive alters- und familiengerechte Wohnungen sowie Altbausanierung. „Wir müssen verhindern, dass weiter Altgebäude aufgekauft werden.“

Innenstadt soll weiter belebt werden

Hömer will die Innenstadt weiter beleben. Er fordert den zügigen Bau der Umgehungsstraße. Als Ortsbürgermeister werde er deshalb demnächst im Ministerium in Hannover vorsprechen.

Weitere Stichpunkte sind Sanierung der B 51, Förderung regionaler Produkte, mehr Seniorenangebote, barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Einrichtungen und Unterstützung des Seniorenbeirats. Außerdem Kultur, Sport und Jugendarbeit. Hömer denkt auch an ein Genossenschaftsmodell für Mediziner nach einem Beispiel aus Bitburg. Dort kämpft man für ein Medizinisches Versorgungszentrum.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Wie man nachhaltige Hotels findet

Wie man nachhaltige Hotels findet

Die wichtigsten Regeln für gelungene Filmclips

Die wichtigsten Regeln für gelungene Filmclips

Tipps für den Sparfuchs im Autofahrer

Tipps für den Sparfuchs im Autofahrer

Das sind die Trends beim Wellness-Urlaub

Das sind die Trends beim Wellness-Urlaub

Meistgelesene Artikel

Frisch vom Baum zur Bassumer Tafel

Frisch vom Baum zur Bassumer Tafel

Gegen das Wort „Selbstmörder“

Gegen das Wort „Selbstmörder“

K-Scheune fördert kulturelles Leben

K-Scheune fördert kulturelles Leben

Windhose in Wagenfeld

Windhose in Wagenfeld

Kommentare