Raumnot in der Grundschule

Schulcontainer im Gespräch

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Grundschule am Markt

Twistringen - Von Theo Wilke. Wenn es nach dem Bildungsausschuss der Stadt geht, wird das Mittagessen im Rahmen der Ganztagsbetreuung dauerhaft auf dem Gelände der Twistringer Grundschule am Markt angeboten. Sechs zusätzliche Wochenstunden (Hauswirtschaft) soll es geben, auf der anderen Seite aber die Betreuung der Erstklässler in Zukunft ohne das Jugendhaus-Team laufen. In Sachen Raumsituation gab es bei der Sitzung im Rathaus reichlich Diskussionsstoff.

Im Gespräch sind Containerklassen. Noch ist darüber nicht das letzte Wort gesprochen. Am Dienstag befasst sich damit der Bauausschuss, am Donnerstag dann der Verwaltungsausschuss, und am23. Juli entscheidet der Stadtrat.

Unter dem Vorsitz von Elke Horstmann (CDU) erläuterte Bürgermeister Martin Schlake vor mehr als 70 Zuhörern, zumeist Eltern von der Grundschule, dass zur kurzfristigen Lösung der Raumprobleme Schulklassen an den Außenstandort in Scharrendorf verlagert werden müssten.

Begleitet von Protestäußerungen aus dem Zuschauerkreis, formulierte Schlake den Beschlussvorschlag: „Die Raumsituation (...) soll zeitnah mit dem Aufstellen von Containern am Standort Scharrendorf entlastet werden. Zusätzlich soll ein Speiseraum aus zwei Klassenräumen im Altgebäude eingerichtet werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Planung mit Kostenübermittlung vorzubereiten.“

Der Fachausschuss für Bildung, Erziehung und Soziales stimmte am Ende nicht nur dafür, sondern auch für einen von Schulvertretern und Eltern geforderten Zusatz: „... und für ein langfristiges Konzept weitere bauliche Maßnahmen mit der Schulleitung zu prüfen.“

Denn Lehrkräfte und Eltern befürchten, dass die Containerklassen zur Dauerlösung werden könnten und die Stadt abwarten würde, ob die Schülerzahlen in den nächsten Jahren sinken. Der Bürgermeister widersprach: „Wir brauchen jetzt eine erste Lösung, sonst können wir uns vom Ganztag verabschieden.“ Der Vorschlag von Thorsten Weniger seitens der Eltern, das Mittagessen lieber in Container zu verlegen, als Schüler durch die Gegend zu kutschieren, war für den Ausschuss kein Thema, auch keine größeren Investitionen angesichts der Finanzlage der Stadt.

Zu Scharrendorf gebe es als Zwischenlösung keine Alternative, stellte Martin Schlake heraus. Ab Herbst 2017 könnte ein Klassenraum frei werden, ein Jahr später vielleicht ein zweiter, falls die Schülerzahlen sinken sollten. Davon sind die Eltern allerdings nicht überzeugt.

Der Bürgermeister erklärte, das Mittagessen in der Mehrzweckhalle sei nur ein Übergang. Nach Gesprächen mit der Schule wollen Rat und Verwaltung das Ganztagsangebot im Altgebäude konzentrieren: Speiseraum im Erdgeschoss, Musikraum (bislang in der Mehrzweckhalle) im Obergeschoss.

Je nach Bedarf und Schülerzahlen müssten dann bis zum Herbst mindestens zwei, vielleicht sogar bis zu vier Klassen übergangsweise nach Scharrendorf verlegt werden. Dies sei erst zu den Herbstferien möglich, weil das Ganze vorbereitet, eine Baugenehmigung eingeholt und auch Versorgungsleitungen verlegt werden müssten. Auf die Schule käme noch eine Menge Arbeit zu, die Veränderungen im Unterrichtsplan zu berücksichtigen.

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