Neuer Vorsitzender

Alfred Meyer rückt Heimat- und Bürgerverein stärker ins Licht

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Alfred Meyer: Strohmuseumsführer und Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins.

Twistringen - Von Theo Wilke. Eine deutlich bessere touristische Ausschilderung fordert der Heimat- und Bürgerverein für Twistringen. Der neue Vorsitzende Alfred Meyer, seit Mai im Amt, möchte außerdem den Beerenlehrpfad unter seine Fittiche nehmen. Der 66-Jährige wollte nach fast 50  Jahren im Beruf, bis zur Rente Chef des Syker Drahtseilwerks, eigentlich einen Gang zurückschalten. Aber seit März ist er auch begeisterter Gästeführer im Museum der Strohverarbeitung am Kapellenweg.

Gibt es ausreichende Hinweise auf die Attraktionen der Stadt Twistringen, etwa am Bahnhof oder in der Stadtmitte? Alfred Meyers Antwort: Fehlanzeige. Das gelte auch für den Schwimmpark. Das sei ein Problem für Besucher, sich schnell zu orientieren. Meyer verspricht: „Das packen wir jetzt an, das ist es wert. Wir haben ja einiges auf unserer Agenda, das wir so zeitnah wie möglich umsetzen möchten.“

Was die neue Ausschilderung angeht, müsse der rührige Vorstand die Stadt noch überzeugen, entsprechende Hinweise anzubringen. Alfred Meyer möchte dies bei seinem Antrittsbesuch im Rathaus ansprechen, beispielhaft den Beerenlehrpfad am Abbenhäuser Weg.

Touristisch besser ausschildern

Da denkt der Vorsitzende auch gleich an das Museum der Strohverarbeitung, das einst in den Vereinsreihen eigentlich nur eine Heimatstube werden sollte. Und an den Hochzeitswald an der Brunnenstraße. Zum Schwimmpark: „Dort hat sich der Verein vor Kurzem erst finanziell am neuen hölzernen Schriftzug beteiligt, mit Materialkosten und ehrenamtlicher Arbeit“, erzählt der Vorsitzende. Und erinnert daran, dass sich Vereinsaktive einst am Wiederaufbau des Freibads, dem heutigen Schwimmpark, und bei der Anlegung des Radwegenetzes (heute in Händen des ADFC) engagiert haben.

Ganz wichtig ist dem Twistringer, dass der knapp 90  Mitglieder starke Heimat- und Bürgerverein sich in Zukunft öffentlichkeitswirksamer aufstellt. Und bis zur nächsten Jahresversammlung möchte Meyer die 100-Mitglieder-Marke knacken.

Alfred Meyer, der sich seit fast 30 Jahren im privaten Wanderclub „Bergauf“ engagiert, arbeitet zurzeit an einem Kataster für Sitzbänke in der Stadt, über deren Zustand, Anzahl und Standort. Es müssten noch mehr aufgestellt werden, um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern, meint der Vorsitzende.

„Zur Freude der Menschen und zum Wohle der Stadt“ hat Meyer sein Amt angetreten, betont er. Ein besonderes Anliegen ist ihm ebenfalls die optimale Darstellung der Fossilienfunde im Strohmuseum, die nach seiner Aussage bislang in einem Raum im Obergeschoss ein Schattendasein fristen. Dieser Twistringer Schatz werde noch nicht ausreichend wahrgenommen und nur von wenigen Besuchern nebenbei besichtigt.

Dabei ist die Ausstellung um eine informative Audio- und Videoanlage ergänzt worden. Martin Lütjen und Edmund Rasche haben die Installation vorbereitet. Finanziert wurde die Anlage mit 2000 Euro aus den Gewinnsparzweckerträgen der Volksbank.

Grube an Ziegelei erweitern

Bei der Jahresversammlung des Vereins im Mai hat Meyers Vorgänger, Birger Schröder betont, dass die Fossiliengrube an der Alten Ziegelei mehr Engagement erfordere, als der Verein leisten könne. Die AWG Bassum als Eigentümer und der anliegende Pächter haben zugestimmt, die Fossiliengrube zu erweitern und zu vergrößern. Der Verein erhofft sich interessantere Fossilien in tieferen Schichten. Dafür und für ein regelmäßiges Angebot zur öffentlichen Fossiliensuche seien mehr Helfer nötig.

Den leidenschaftlichen Wanderer und Radfahrer freut schließlich: „Wahnsinnig gerne“ führe er seit März Besuchergruppen durch das Twistringer Strohmuseum. „Das macht mir riesigen Spaß“, sagt er. Den Gästen dabei erklären, wie Strohhüte genäht werden, ihnen dazu kleine Geschichten erzählen – das begeistert ihn.

Alfred Meyer persönlich ist besonders beeindruckt von der technischen Entwicklung der Strohverarbeitung in Twistringen. Dies werde in der Museumseinrichtung gut abgebildet, und Maschinen seien auch noch im Betrieb zu sehen. Solche touristischen Angebote und Kleinode müssten vonseiten der Stadt so bald wie möglich besser ausgeschildert werden.

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