Bedenken im Ortsrat zu Baugebietsplanung

Für Querungshilfe am Osterkamp

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Das städtebauliche Konzept am Osterkamp.

Twistringen - Von Theo Wilke. Östlich der Straße am Osterkamp, vor der Delme und dem Rückhaltebecken, möchte die Kreissparkasse auf rund zwölf Hektar Ackerland ein neues Wohngebiet erschließen. Der Twistringer Ortsrat hat diese Woche nur soweit Bedenken geäußert, dass an der Ostseite der viel befahrenen K103 unglücklicherweise kein Rad- und Gehweg vorhanden sei.

Da müsse man sich später noch Gedanken über eine Querungshilfe machen, regte das Gremium unter dem Vorsitz von Ortsbürgermeisterin Renate Horstmann an. Im Rahmen des seit 2003 rechtskräftigen Bebauungsplans „An der Straße Osterkamp“ – zwischen Bremer Straße (B51) und Biotop – wollte eigentlich ein Investor ein Altenheim errichten.

Für das jetzige Vorhaben der Kreissparkasse Syke, in diesem Bereich Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser anzubieten, muss der B-Plan angepasst werden – möglichst in einem vereinfachten Verfahren, mit dem sich demnächst der Bauausschuss beschäftigen wird.

Im Wesentlichen soll es statt drei nur noch ein Hausgeschoss geben und die zulässige Gesamthöhe auf 9,5 Meter reduziert werden. Zulässig wären dann Einzel- und Doppelhäuser – und je Einzelhaus beziehungsweise Doppelhaushälfte bis zu zwei Wohnungen. Die Erschließung erfolgt über private Stichwege von der Straße Osterkamp aus. Von der vorgesehen Gesamtfläche sind rund 1000 Quadratmeter als Grünfläche (Parkanlage) mit Pflanzgebot vorgesehen.

Keine Bedenken gab es im Rahmen der Bauleitplanung zum Twistringer Windenergie-Standortkonzept. Bekanntlich soll der Stadtrat den Beschluss zum zweiten Teil des Pakets und zur achten Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Laut Bürgermeister Martin Schlake geht es bei der Anhörung aller Ortsräte nur noch um eine formelle Beteiligung. Teil zwei des Standortkonzepts für Windenergie-Sondergebiete betrifft Borwede und Rüssen (Rüssener Heide), die vom gesamten Verfahren abgetrennt wurden. Die Flugsicherungsbehörde der Luftwaffe sieht ihre Übungsflüge durch weitere Windkraft-Spargel gefährdet, und der Naturschutz sorgt sich zum Beispiel um den „Flug der Kraniche“ über Borwede. Die beplante Fläche ist um ein Drittel reduziert worden.

Rechts von der Landesstraße 342 (Twistringen-Goldenstedt), vor der Hunte-Brücke, stand noch eine Betriebsleiterwohnung den Windparkplanungen im Weg. Inzwischen wird die Wohnung nicht mehr gebraucht. Das Areal in Rüssen in der Nähe der Putenställe kann erweitert und der vorgeschriebene Abstand zur Wohnbebauung eingehalten werden.

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