Band aus München spielt in ausverkauftem Sportlerheim in Twistringen

Spitfire lässt es ordentlich krachen

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Rockten das Twistringer Sportlerheim vor ausverkaufter Kulisse: Spitfire aus München.

Twistringen - Von Ulf Kaack. Wer auf Vollgas, Lautstärke und Schwermetall steht, der war am Freitagabend beim Konzert des Trios Spitfire im Sportlerheim bestens aufgehoben. Vor ausverkaufter Kulisse entfesselten dieHardrocker aus München eine infernale Sound-Orgie, die ungeteilte Begeisterung hervorrief. „Wir spielen bereits zum vierten Mal in Twistringen“, verriet Spitfire-Schlagzeuger Nikk Nitro. „Acht Stunden haben wir von München aus in den Norden gebraucht und sind hier gleich auf Freunde und vertraute Gesichter gestoßen. Praktisch ein Heimspiel für uns.“

Den Abend eröffnete zunächst Georg Heuermann alias „Bob der Bluesmeister“. In Twistringen eine lokale Größe. Er begeisterte mit seinem erdigen Soloprogramm. Titel wie der „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash, „The Heart of Saturday Night” aus der Feder von Tom Waits oder der irische Folksong „Whiskey in the Jar” stimmten auf das folgende Klanggewitter ein.

Von der ersten Note an machten Spitfire klar, dass es sich an diesem Abend keinesfalls um eine weichgespülte Schunkelveranstaltung handelt. Mit dem Titel „Go!“ aus ihrem Debütalbum „Devil‘s Dance“ stiegen sie kraftvoll und mit mächtig Speed ins Programm ein. Kick-Ass Rock’n’Roll – so definiert die Band dieses Genre.

Hardrocker SpitFire in Twistringen

Mit „Hell & High Water“, „Bone City Radio“ und „Desperado” bedienten sich Spitfire aus dem Material ihrer aktuellen, im vergangenen Jahr erschienenen CD „Welcome to Bone City“. Dabei sorgten Bassist Johnny Jailbreak und Drummer Nikk Nitro für ein dynamisches Rhythmusfundament. Dick Dropkick zeigte sich für den Gesang verantwortlich, leistete aber vor allem eine hervorragende Arbeit an der Gitarre. Das Finale markierte die letzte Zugabe mit „Ace of Spades“ als Hommage an den kürzlich verstorbenen Motörhead-Sänger und -Bassisten Lemmy Kilmister. Doch damit war das Event noch nicht beendet: DJ Dünzeltrost rockte im selben musikalischen Fahrwasser bis tief in den frühen Morgen hinein.

Zufrieden zeigte sich nach der Show Manuel Bartels, der gemeinsam mit Gastronomin Daniela Dünzelmann für das Organisatorische verantwortlich zeichnete: „Das heutige Spitfire-Konzert war ein Experiment, das geglückt ist. Die Veranstaltung war bereits im Vorfeld ausverkauft. Ich bin mir sicher, dass dies nicht das letzte Rockkonzert im Sportlerheim war.“

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