Twistringer Tanzzentrum schließt zum Jahresende

Bald ist Schluss mit Zumba

Nach neun Jahren schließt das Tanzzentrum in Twistringen. 
Foto: Theo Wilke
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Nach neun Jahren schließt das Tanzzentrum in Twistringen. Foto: Theo Wilke

Twistringen – Die Corona-Pandemie ist nicht schuld daran, dass bald Schluss ist mit Zumba, Discofox, Walzer oder auch Partys und Events: Das Twistringer Tanzzentrum – seit 2011 an der Wildeshäuser Straße – schließt zum Herbst oder spätestens zum Jahresende seine Türen.

Sascha Kai Oltmann aus Wildeshausen als Betreiber hat diese Woche gegenüber der Wildeshauser Zeitung geäußert, man sei sich mit dem Vermieter der Immobilie in Twistringen über eine Verlängerung des Mietvertrages nicht einig geworden.

Von Seiten des Vermieters heißt es auf unsere Nachfrage, im beiderseitigen Einvernehmen werde man das Mietverhältnis nicht verlängern. Nun überlege der Eigentümer eine Nachnutzung der Immobilie.

Trotz mehrfacher Anfragen war bis gestern keine Stellungnahme von Sascha Kai Oltmann zu bekommen, der auch das Wildeshauser Tanzzentrum (Witz) betreibt. Wird es nach der Schließung an der Wildeshäuser Straße auch 2021 ein Tanzangebot in Twistringen geben? Dies hat Oltmann schon öffentlich angekündigt. Je nach Bedarf möchte er dafür einen Saal anmieten.

Im August 2011 hatte der heutige Weltmeister, Europameister und deutsche Meister im Discofox das erste Twistringer Tanzzentrum in Jürgen Hoppensacks Immobilie an der Wildeshäuser Straße eröffnet. „Retro-Gestühl aus Hamburger Disko“ hieß damals die Schlagzeile in dieser Zeitung.

Deckenleuchten aus den 1970er-Jahren stammten aus einer Oldenburger Tanzschule, aufgearbeitete Korbsitze aus der einstigen „Carlson“-Kneipe in Wildeshausen und Retro-Gestühl aus einer Hamburger Disko: Wo 25 Jahre lang Familie Hoppensack Haushalts- und Eisenwaren verkauft hatte, begannen die ersten Tanzkurse und Events.

Sascha Kai und Pia Nadine Oltmann hatten ein Jahr lang in Eigenleistung mithilfe von Verwandten, Freunden und Bekannten die Hoppensack-Immobilie renoviert und umgebaut.

Sascha Oltmann war zuvor jahrelang einmal im Monat nach Twistringen gefahren, als Tanzlehrer von 15 Paaren im Gasthaus Zum Grafen, das heute nicht mehr existiert. An der Wildeshäuser Straße war ihm die schon zehn Jahre lang leer stehende Immobilie von Hoppensack aufgefallen, die zeitweise Pfadfinder und Rockbands nutzten.

Der Wildeshauser sah sich das Gebäude eines Tages an. Der erste Gedanke war: ideal für eine zusätzliche kleine Tanzschule. „Als wir aber drinnen waren und die großen Räume sahen, sind wir fast vom Hocker gefallen“, erinnert sich der Betreiber.

Mit dem damaligen Vermieter war man sich gleich einig. Auf rund 500 Quadratmetern wurde entrümpelt, und saniert. Den alten Kassentresen nutzte ein DJ. Das Tanzzentrum beteiligte sich beispielsweise auch an der Twistringer Ferienkiste und bot kurzzeitig ein neues Ambiente für den Twistringer Wirtschaftsball.

Von Theo Wilke

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