Baby und Schwangere ins Krankenhaus

153 Menschen in Twistringen aufgenommen

+
DRK-Geschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller zeigt das Spielzimmer, das Kleinkindern in der Twistringer Flüchtlings-Unterkunft zur Verfügung steht.

Twistringen - Von Anke Seidel. „Es verlief alles sehr geregelt und hat gut geklappt“, bilanzierte Kreisrat Markus Pragal nach der Ankunft der Flüchtlinge in der Erstaufnahme-Einrichtung an der Hohen Straße in Twistringen.

Die Erstregistrierung am späten Mittwochabend hatte ergeben, dass exakt 153 Menschen nach Twistringen gekommen sind. „Überwiegend Syrer, darunter aber auch einige Afghanen“, erklärte Kreisrat Pragal. Es sind viele Familien, die in Twistringen Schutz und Ruhe suchen: „Ein Drittel der Flüchtlinge sind Kinder“, sagte Markus Pragal.

Wie gestern bereits berichtet, war der erste Bus kurz vor 22 Uhr auf das abgeriegelte Gelände des ehemaligen Schulzentrums an der Hohen Straße gefahren, das Landkreis und DRK im Auftrage des Landes in eine Erstaufnahme-Einrichtung verwandelt hatten.

Der zweite Bus sei dort gegen 22.30 Uhr eingetroffen, berichtete Markus Pragal. Diese unterschiedlichen Ankunftszeiten hätten die Aufnahmesituation entzerrt.

Die Helfer mussten am späten Abend also keinen Massenansturm bewältigen. Dass die Organisatoren der Not-Unterkunft zwei Mediziner gebeten hatten, am Eingang zur Mensa (ehemalige Aula) alle Neuankömmlinge kurz auf ihren Gesundheitszustand zu überprüfen, erwies sich für einen Säugling und eine schwangere Frau als Glück: Sie wurden noch am Mittwochabend ins Krankenhaus gebracht, um sie optimal behandeln zu können.

Sofort nach der Ankunft versorgten die knapp 30 Helfer die Flüchtlinge, die nach ihrer 4000 Kilometer langen Odyssee von der deutsch-österreichischen Grenze nach Twistringen gebracht worden waren, mit Essen und Getränken.

Noch am Abend erfolgte die erste kurze Registrierung der Flüchtlinge. Viele von ihnen seien danach gleich ins Bett gegangen, berichtete der Kreisrat.

Flüchtlinge sind in Twistringen angekommen

Jetzt hoffen alle Verantwortlichen, dass die Menschen in ihrem Zuhause auf Zeit zur Ruhe kommen können. Mindestens vier Wochen bleiben sie in Twistringen. Gemeinsam appellieren DRK und Landkreis an alle Bürger, „die Umgebung der Not-Unterkunft weder zu Fuß noch mit Fahrzeugen unnötig aufzusuchen, zumal ein Betreten des Geländes ausgeschlossen ist“. Dafür sorgt ein Sicherheitsdienst.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Meistgelesene Artikel

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Auf Expedition im Maislabyrinth

Auf Expedition im Maislabyrinth

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

Syker Haustechnik macht weiter – mit neuem Namen und alten Bekannten

Syker Haustechnik macht weiter – mit neuem Namen und alten Bekannten

Kommentare