Gewerbetreibende wollen mitbestimmen

B 51: Offener Brief für die Null-Lösung

Twistringen - Von Sabine Nölker. Nichts erregt scheinbar momentan die Gemüter in Twistringen so sehr wie die Sanierung der Bundesstraße: Gestern Vormittag trafen sich die Gewerbetreibende und Selbstständigen aus dem Abschnitt zwischen Harpstedter Straße und Westerstraße, um einen offenen Brief an den Bürgermeister und den Stadtrat zu verabschieden. Ihr Aufruf an Politik und die Verwaltung: „Finger weg von den Parkplätzen und den Bäumen! Denkt an die Zukunft!“

Gemeinsam sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, die Beschlussfassung am Donnerstagabend im Rat zu vertagen, um dann die Möglichkeit zu erhalten, in die Planungen mit einbezogen zu werden.

In dem offenen Brief, der auf Initiative von Anke von der Lage-Borchers und Klaus-Dieter Schade verfasst wurde, machen die Geschäftsinhaber deutlich, dass sie über das bisherige Vorgehen „entsetzt“ sind. „Kann man als Verwaltungs-Chef und gewählter Politiker den Willen der Bevölkerung so missachten?“, heißt es darin. Und weiter: „So macht man systematisch den Einzelhandel an der B 51 kaputt. Die Bahnhofstraße wurde schon totsaniert – das darf mit der Bundesstraße nicht auch noch passieren!“

Gewerbesteueraufkommen und zahlreiche Arbeitsplätze seien gefährdet. Die Verwaltung habe bislang alle Sachargumente ignoriert. „So kann das nicht weitergehen“. Die Meinung der Anwesenden: „Die von der Verwaltung angestrebte Lösung basiert einzig und allein darauf, dass die finanzielle Situation der Stadt nicht noch weiter verschlechtert werden soll.“ Dieses Argument sei lobenswert, dürfe aber „bei einer so weitreichenden Entscheidung für die Zukunft nicht ausschlaggebend sein“. Die Zukunft der Geschäfte solle im Vordergrund stehen, nicht die Kosten.

Die Gewerbetreibenden würden den Ratsbeschluss gern um sechs bis acht Wochen verschieben. „Wir möchten in die Planung mit einbezogen werden“, so Sprecher Manfred Korthe. Er wünsche sich ein Gespräch zwischen der Landesverkehrsbehörde und den Gewerbetreibenden. „Es kann für die Sanierung der B 51 nur einen Weg geben: Alle Parkplätze und Bäume bleiben erhalten“, heißt es weiter in dem Brief. Die Unterzeichner befürworten eine Sanierung gemäß der Variante 3, die gemeinsam überarbeitet werden könne: Nur die Fahrbahn wird saniert – die Nebenanlagen bleiben weitestgehend unverändert.

Ab heute liegt der offene Brief in allen Twistringer Geschäften, Banken und Apotheken entlang der B 51 aus. Ihm liegt eine Unterschriftenliste bei.

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