1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Twistringen

Neu: Azubipoint in Twistringen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katharina Schmidt

Kommentare

Die Unternehmen wollen auch mit Bannern für Azubipoint werben. Auf dem Bild: David Nordmann (v.l.), Pit Ebenthal, Dominik Willkommen und Christian Wiese.
Die Unternehmen wollen auch mit Bannern für Azubipoint werben. Auf dem Bild: David Nordmann (v.l.), Pit Ebenthal, Dominik Willkommen und Christian Wiese. © Katharina Schmidt

In Twistringen gibt es nun den Azubipoint. Ziel ist es, Ausbildungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür aufzuzeigen.

Twistringen – Gutes kann so nah sein. Darauf wollen Ausbildungsbetriebe aus Twistringen mit ihrer neuen Initiative Azubipoint aufmerksam machen. Auf einer Internetseite bündeln sie Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort.

Hinter diesen Bemühungen steckt ein waschechtes Problem: Für viele Firmen wird es angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels immer schwieriger, passende Bewerber zu finden. Vorbei sind die Zeiten – zumindest in vielen Berufszweigen – in denen junge Leute sich mächtig ins Zeug legen mussten, um bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei Unternehmen zu punkten. Heute ist es oft andersherum. „Im Grunde genommen macht mal als Betrieb alles, was möglich ist, um junge Leute zu bekommen“, sagt David Nordmann vom Team Funke. „Schritt zwei ist dann sicherzustellen, dass sie auch glücklich sind.“

Eine Initiative der GUT

Nordmann gehört zu jener Arbeitsgruppe, die den Azubipoint auf den Weg gebracht hat, ebenso wie Marta Wiese (Ideenwiese), Dominik Willkommen (Gemüse Meyer) und Pit Ebenthal (Ebenthal Raum und Ideen). Bei Azubipoint handelt es sich um eine Initiative der GUT (Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen).

Auf der Internetseite sind aktuell 21 Unternehmen vertreten, weitere folgen. Die Firmen bieten mehr als 35 Ausbildungsberufe und Praktika an. Viele Jobs haben manche vielleicht gar nicht auf dem Schirm – etwa den der Fachkraft für Lebensmitteltechnik, des technischen Systemplaners oder des Raumausstatters. „Mit Azubipoint möchten wir aufzeigen: Man muss nicht nach Bremen fahren, sondern auch hier vor der Haustür gibt es spannende Berufe“, sagt Nordmann. Christian Wiese, Vorstandssprecher der GUT und Geschäftsführer von Wiese Keramik, ergänzt: „Zudem kann es sehr schön sein, nicht Lebenszeit in der Bahn oder im Auto zu verschwenden, sondern im Sommer schon vielleicht eine Stunde früher im Freibad zu liegen.“

Informationen über Berufsbilder

Auf Azubipoint.de stehen nicht nur die Ausbildungsangebote, sondern auch tiefergehende Infos zum Job. Wie sehen die Aufgaben aus, wie die Vergütung? Wer fündig wird, kann sich mit wenigen Klicks direkt bewerben. Es gibt sogar Mustertexte, in denen Bewerber nur noch ihre Namen und ein paar andere Daten einfügen müssen. Niedrigschwelliger geht es also kaum. Die Unternehmen wollen es möglichen Bewerbern so leicht wie möglich machen – Formalien sollen niemanden davon abhalten, sich zu bewerben.

Das Ausbildungsangebot auf azubipoint.de richtet sich an Schulabgänger aller Schulformen, von der Hauptschule über Realschule bis hin zum Gymnasium. „Auch Studienabbrecher finden hier eine neue Perspektive“, wirbt die GUT. Sie arbeitet mit dem Twistringer Schulzentrum sowie dem Hildegard-von-Bingen-Gymnasium zusammen.

Wiese kündigt an, dass es nicht nur bei der Internetseite bleiben soll, es gebe schon Ideen für weitere Schritte. Dass sich die Unternehmen stark um ihren Nachwuchs bemühen, zeigt auch das Projekt „Passt dat?“, das in Twistringen im vergangenen Jahr angelaufen ist. Dabei gehen Unternehmen in die Klassen (und umgekehrt) und zeigen Schülern unter anderem, wie Schulwissen später im Berufsalltag zum Einsatz kommt.

Für viele Schülerinnen und Schüler dürften solche Angebote in der Coronazeit gerade recht kommen – Berufsbörsen und so manch ein Praktikum sind angesichts der Pandemie ins Wasser gefallen.

Link zur Azubipoint-Seite: www.azubipoint.de

Von Katharina Schmidt

Auch interessant

Kommentare