Ausstellung im Strohmuseum ein voller Erfolg

Sybille Kynast (links) und Karin-Maria Menk umrahmen Gennady Karabinskiy. Foto: Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Die Wände sind kaum kalt, schon hängt die nächste Ausstellung.“ Mit diesen Worten begrüßte Helmut Beneke, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Twistringer Strohmuseums, am Sonntagnachmittag mehr als 30 Gäste zur Vernissage des Künstlers Gennady Karabinskiy. Im Verlaufe des Nachmittags sollte sich die Anzahl der Ausstellungsbesucher noch verdoppeln. „Wieder einmal ein voller Erfolg“, freute sich Museumskraft Silke Perin am Ende des Tages. Anteil daran hat vor allem Karin-Maria Menk aus Heiligenloh, die den Künstler dafür gewinnen konnte.

Menk ist Mitglied im Twistringer Kulturkreis KURT und hat in dessen Namen bereits zum dritten Mal eine Ausstellung ins Strohmuseum geholt. In enger Kooperation mit den Vertretern des Museums hat sie für das passende Ambiente bei der Vernissage gesorgt.

Die Musikerin Sybille Kynast trug maßgeblich zum Erfolg bei. Mit ihren jiddischen, sefadischen und israelischen Liedern stimmte sie auf die Ausstellung ein. Karabinskiy versucht nämlich mit seinen Werken, „die Tradition der jüdischen Kultur des Denkens und des Bildes, die jüdische Vorstellung von Ästhetik und Harmonie und den Humanismus des Judentums in meinen Werken zu bewahren, zu übertragen und fortzusetzen“.

1955 in Baranowitschi in Weißrussland geboren und aufgewachsen, studierte er von 1985 bis 2004 in St. Petersburg Bildende Kunst. 2004 folgte die Übersiedlung nach Oldenburg, wo er seitdem als Künstler tätig. ist. Seit 2018 hat Karabinskiy an ungefähr 200 Kunstausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Und so konnte Karin-Maria Menk, selbst Malerin, zu Recht am Sonntag strahlen. Sie selber schreibt ihrem Kollegen eine große Beobachtungsgabe zu: „Ich bewundere seinen Fleiß.“

Zahlreiche seiner Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen unter anderem in Dänemark, Deutschland, Israel, den USA, Südkorea und Japan. So schrieb der Kunstkritiker Jürgen Weichardt über ihn: „Die Welt, die er uns zeigt, mag fern sein, aber gerade das macht den Reiz seiner Malerei aus – das Unbekannte im Bekannten zu entdecken.“ Und so gehen hoffentlich noch viele Besucher in dieser Ausstellung auf Entdeckungsreise. Bis zum 30. November ist diese sonnabends und sonntags von 14 bis 17.30 Uhr im 1. Obergeschoss des Museums der Strohverarbeitung zu besichtigen. Zusätzlich bietet das Museumsteam am Sonntag erneut Kaffee und Kuchen auf der gemütlichen Museumsdiele an.

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