Ausstellung von Helga Scherler-Gronau bis Ende April im Rathaus zu sehen

Romantisch, zart, tiefsinnig

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Tulpen und andere Kunstwerke der Scharrendorferin Helga Scherler-Gronau (r.) sind noch bis zum Monatsende im Twistringer Rathaus zu sehen. Links Lyrikerin Anett Molyrier.

Twistringen - Von Theo Wilke. Die warmen braunen Pastelltöne springen sofort ins Auge, sie zeigen Boote, sich im Wasser spiegelnde Bäume, einen Bachlauf, auch einen Waldsee und Tulpen in kräftigen Farben. Noch bis Ende April sind 14 Arbeiten der Scharrendorfer Malerin, Fotografin und Grafik-Designerin Helga Scherler-Gronau im Obergeschoss des Twistringer Rathauses zu sehen.

Als „romantisch, zart, auch mit Tiefsinn, und überhaupt nicht expressionistisch“ beschreibt Anett Molyrier die Kunstwerke. Die Ehrenburgerin hat zu jedem Bild romantische und lyrische Emotionen in Worte gefasst. „Sie sind wie ein Spiegel, in dem sich jeder wiederfindet. Wenn das gelingt, freue ich mich“, erklärt Molyrier, die seit25 Jahren Lyrik zu Papier bringt.

Lyrische Emotionen

von Anett Molyrier

Vielleicht führe sie, sagt die Ehrenburgerin, die Gedanken der Betrachter ja in eine bestimmte Richtung, die ihnen aber genügend Raum für eigene Deutungen lasse. Dann würden Bild und Text eine schöne Symbiose eingehen. Anett Molyrier fügt hinzu: „Wenn man ihr Bild von Rügen anschaut, dann möchte man gleich hinfahren.“

Die Werke von Helga Scherler-Gronau beeindrucken durch ihre Natürlichkeit und Detailtreue im Rahmen der Ausstellung „Schöne weite Welt“. Die umtriebige 62-Jährige zeigt nach vielen Auslandsreisen in der Vergangenheit in ihren neuesten Arbeiten ihre Bodenständigkeit und ein Stück Natur des Nordens.

Die Scharrendorferin engagiert sich auch sozialpolitisch. Im Rathausflur hängt deshalb eine Collage, die eine von Menschen zerstörte Welt zwischen Himmelsengeln und einem intakten Rest von Natur und Umwelt zeigt. Daneben ist zu lesen: „Denn sie wissen nicht, was sie tun...“ Scherler-Gronau dazu: „Ich steche die Menschen an und frage, was los ist.“

Anett Molyrier hat dazu den Text vom verlorenen Paradies verfasst, der beginnt mit „Hast Du je den Krieg gesehn... wütend, verhärtet am Weltenrand stehn... Politik getrieben... Hass und Tod verschrieben, wider der Demokratie, die um Gnade schrie...“.

Helga Scherler-Gronau, Mitglied im Verein „Kunst in der Provinz“, zeichnet seit Jahrzehnten leidenschaftlich, illustriert ebenso und versteht sich zudem auf die Fotografie-Sandwich-Technik.

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