Twistringer Seniorenbeirat enttäuscht vom Ratsbeschluss zum Mehrgenerationenplatz

30 Aussteller für „Selbstbestimmt leben – auch im Alter“

E-Bikes sind auch ein Thema der Seniorenmesse. Foto: Archiv

Twistringen - Von Theo Wilke. Die Vorbereitungen für die Twistringer Seniorenmesse unter dem Motto „Selbstbestimmt leben – auch im Alter“ am 2. November im Rathaus laufen auf Hochtouren. Das Ziel: Vermittlung zukunftsweisender Ideen. Rund 30 Aussteller hätten sich angemeldet, berichtet Hedwig Harms nach der Sitzung des Seniorenbeirats.

Das Rahmenprogramm ist auch schon sehr konkret. Insgesamt sechs Vorträge beziehungsweise Referate wird es auf der Herbstmesse geben. Außerdem zahlreiche Mitmachaktionen. In der Zeit von 10 bis 17 Uhr wird unter anderem die Polizei zu den Themen E-Bike und Rollator informieren. Im Mittelpunkt steht auch Bewegung im Alter, Reha und Tipps zur Sturz-Vorbeugung. Laut Harms wird es keinen Partyservice geben. Seniorenbeauftragte Anke Döpkens und Fachbereichsleiterin Anke Raven würden nach Alterrnativen suchen.

Themenwechsel: Der Beschluss des Stadtrates zum Mehrgenerationenpark hat den Seniorenbeirat enttäuscht. Der bereits ausgesuchte Standort im Bereich des Hochzeitswaldes ist infrage gestellt. „Wir haben den Plan für den Hochzeitswald und nicht für irgendeinen anderen Platz erarbeitet, auch die Geräteauswahl ist darauf ausgerichtet“, betont Hedwig Harms. Viele seien dazu ins Boot geholt worden, alles sei bereits gut vorbereitet gewesen. Den Hochzeitswald zu beleben, werde seit vielen Jahren überlegt. Aber schon der Versuch, die Kultur dauerhaft in den Hochzeitswald zu bringen, scheiterte in der Vergangenheit.

Ausgelöst hatten den Ratsbeschluss ohne Standortentscheidung die Anwohner des Hochzeitswaldes, vertreten durch Sprecher Nils Bohlmann. Sie seien nicht angehört worden – was erwiesenermaßen nicht stimmt. In der Ratssitzung gaben sie schließlich zu bedenken, Rat und Verwaltung sollten sich über das Risiko eines solchen Mehrgenerationenplatzes im Klaren sein. Solch ein Platz bringe unangenehme Begleiterscheinungen mit sich.

Bürgermeister Jens Bley erklärte im Seniorenbeirat, dass die von den Anliegern angeregte Standortänderung im weiteren Verfahren noch einmal aufgegriffen werde. Alternativen seien allerdings noch nicht spruchreif. Die nötigen Geldmittel sind im Stadthaushalt veranschlagt, können aber in das nächste Jahr übertragen werden. Laut Bley wird die Planung im Oktober fortgesetzt.

Der Bürgermeister hatte bereits in der Ratssitzung unterstrichen, dass die Stadt die Planungs- und Gebietshoheit besitze. Ziel sei nach wie vor, den Hochzeitswald aufzuwerten.

Schließlich beschäftigte sich der Seniorenbeirat mit laufenden Aktivitäten. Siegfried Wilkens berichtete, dass die Computerkurse für Senioren wieder laufen. Er weiß auch schon, dass die Schüler-AG „Generationen“ am Gymnasium einen Infostand für die Seniorenmesse im November vorbereitet. Laut Brunhilde Koopmann wird das Sonntagangebot „Gemeinsam statt einsam“ weiterhin gut angenommen. Koopmann kündigte an, dass sie die Projektleitung zum Jahresende abgeben möchte.

Schließlich teilte Hedwig Harms mit, die neue Beschilderung für den Reisegarten und den Hochzeitswald werde in Kürze vorgenommen. Die nächste Sitzung des Beirats wird am 18. November sein.

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