Kommunalwahl am 12. September

Wehmeyer kandidiert für die SPD: Augenmerk auf Straßen und Radwege

Udo Wehmeyer (3.v.r.) investiert mit Maike Gerdts in ein neues Seniorenzentrum. Das Bild entstand vor Kurzem, als Bundestagskandidatin Peggy Schierenbeck (l.) in Heiligenloh unter anderem die Baustelle für das Seniorenzentrum besuchte. Mit auf dem
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Udo Wehmeyer (3.v.r.) investiert mit Maike Gerdts in ein neues Seniorenzentrum. Das Bild entstand vor Kurzem, als Bundestagskandidatin Peggy Schierenbeck (l.) in Heiligenloh unter anderem die Baustelle für das Seniorenzentrum besuchte. Mit auf dem

Seit etwa vier Jahren ist Udo Wehmeyer aus Borwede im Heiligenloher Ortsrat. Nun steht er erstmals auch auf der Liste für den Stadtrat. Er kandidiert bei der Kommunalwahl am Sonntag, 12. September, für die SPD.

Twistringen - Wehmeyer ist 56 Jahre alt und Betriebsleiter der Firma BMS Borwede, ein überregional tätiges Unternehmen der Baumaschinenbranche. Außerdem sind er und Maike Gerdts die Investoren des neuen Seniorenwohnparks, der in Heiligenloh zwischen der Bockstedter Straße und der Poststraße entsteht.

So viel zur Person. Wie sieht es mit den politischen Zielen aus? „Mein Augenmerk liegt auf Straßenbau“, erzählt Wehmeyer, und spricht zum Beispiel die Kreisstraße von Borwede bis Natenstedt an. „Allgemein haben wir viele Straßen, die saniert werden müssen. Es reicht nicht, wenn man da schwarze Farbe, also eine ganz dünne Bitumenschicht, rüberschmiert.“ Zumal: Selbst so eine dünne Schicht koste ein „Schweinegeld“.

Kritik an zugewuchertem Fahrradweg

Auch beim Thema Fahrradwege sieht Wehmeyer Handlungsbedarf. Auf der Strecke nach Heiligenloh müsse dringend etwas passieren, und der Weg in Borwede an der Kreisstraße sei so zugewuchert, „da könnte man eine Weide draus machen.“ Längst überfällig ist in seinen Augen ein Radweg an der Industriestraße in Twistringen. „Es ist ein Wunder, dass da noch keine größeren Unfälle passiert sind“, sagt er und verweist auf den zunehmenden Verkehr an der Stelle.

Er sei nach wie vor für das Krankenhaus, ebenso wie für die Umgehungsstraße, führt Wehmeyer weiter aus. Kritisch sieht er hingegen das Ansinnen, einen Hol- und Bringdienst an der Grundschule in Scharrendorf einzurichten, bei dem Eltern etwas weiter weg parken und die Kinder dann zur Schule geleitet werden. Die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag gestellt, wir berichteten. Wehmeyer findet: „Es muss nicht jedes Kind einzeln gefahren werden. Dafür haben wir die Busse, oder man kann auch Fahrgemeinschaften bilden. Für so einen Hol- und Bringdienst habe ich daher kein Verständnis. Damit schadet man auch der Umwelt.“

„Wir denken zu kurzfristig und unüberlegt“

Am Gymnasium ist die Parksituation ebenfalls ein Thema. Der Parkplatz soll bekanntlich umgestaltet werden. Vor dem Hintergrund, dass das Gymnasium noch gar nicht so alt ist, sorgt das bei Wehmeyer für Kopfschütteln. Er fragt sich: Hätte man das nicht von vornherein besser planen können, anstatt jetzt wieder Geld reinzustecken? „Wir denken zu kurzfristig und unüberlegt.“ In seinen Augen auch ein Grund dafür, dass es bei der Sanierung der Bundesstraße nicht vorangehe.

Langfristig denken sei auch mit Blick auf die Entwicklung der Innenstadt wichtig. „Ich denke, der Einzelhandel wird sterben, nicht nur in Twistringen. Wir müssen stärken, was noch lebt und uns Gedanken machen über Leerstände, und wie wir da in Zukunft mit umgehen.“ Wohnraum zu schaffen sei zum Beispiel immer eine gute Sache. Derzeit fehle eine klare Linie.

Die Feuerwehr sei auch ein wichtiges Thema, dahingehend laufe es in Twistringen aber gut. „Und zur Grünen Lunge muss ich sagen: Wir haben sehr viel Grün und Bäume in Twistringen. Da brauchen wir jetzt kein Geld in die Hand nehmen.“

Mit Blick auf den 12. September sagt er: „Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung wählen geht.“ Wen genau sie dann wählen, sei ihm gar nicht so wichtig – Hauptsache sie machen ihr Kreuz.

Von Katharina Schmidt

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