VA: Auftrag für Machbarkeitsstudie

Strom und Wärme von Genossenschaft

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Twistringer Rathaus

Twistringen - Von Theo Wilke. Eine langfristige und günstige Versorgungssicherheit streben Twistringer Unternehmen gemeinsam mit der zukünftigen Bürger-Energiegenossenschaft und der Stadt an. Der Verwaltungsausschuss des Rats hat am Donnerstag zugestimmt, die IngenieurNetzwerk Energie Gesellschaft (iNeG) aus Bad Iburg mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen.

Es handele sich hier um einen Erstauftrag an die iNeG, erklärt Twistringens Erste Stadträtin und Wirtschaftsförderin Birgit Klingbeil auf Nachfrage der Kreiszeitung. Die Studie sei ausdrücklicher Wunsch beim jüngst angebotenen Unternehmerfrühstück gewesen. Man strebe den Aufbau einer dezentralen, konzernunabhängigen und ökologischen Energiegewinnung und -versorgung an.

Unternehmen, Stadt

und Bürgerinitiative

an einem Strang

Mit interessierten Firmen aus der Stadt werde das Ingenieurbüro aus Bad Iburg die Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen. Natürlich müsse sich das Modell rechnen, betont Klingbeil. Es solle nicht nur die Versorgungssicherheit garantieren, sondern langfristig auch zu einer regionalen Wertschöpfung verhelfen.

Sollten dann einmal Leitungen dafür verlegt werden, würde dabei auch der Ausbau des Breitbandnetzes berücksichtigt werden. Denn für Unternehmen ohne einen Autobahnanschluss in der Nähe sei ein gutes Breitbandnetz umso wichtiger, so Klingbeil.

Das angestrebte Modell sieht drei Säulen vor: die Energieerzeuger sowie die Abnehmer (Firmen, die günstig Fernwärme erhalten) und als Mittler die Bürger-Energiegenossenschaft. Sylvia Holste-Hagen, auch Grünen-Ratsfrau, und zahlreiche Mitstreiter setzen sich seit längerem für die Twistringer Bürger-Energiegenossenschaft ein.

Wenn es nach HolsteHagen geht, würden in Zukunft zahlreiche Betriebe im Industriegebiet Strom und Wärme von der Genossenschaft beziehen. Sie biete Bürgern die Möglichkeit, zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen – und darüber hinaus auch Möglichkeiten zur Investition in lokale und regionale Energieprojekte.

Bereits im Juni hatte die Bündnis-Grüne das Projekt am Stammtisch der Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen (GUT) vorgestellt. Inzwischen hat es schon eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden gegeben. Das Ergebnis wertet auch Erste Stadträtin Klingbeil positiv.

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