Filiale an der B51 wird vergrößert

Discounter unterm Zeltdach: Der Übergangs-Aldi ist fertig

Am Tag vor der Eröffnung im Zelt an der Kampstraße: Fast alles ist schon eingeräumt, das Obst und Gemüse kommt ganz zum Schluss. Auf dem Bild sind Regionalverkaufsleiter Timo Schwania (v.l.) und Filialleiter Mirco Berkau zu sehen.
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Am Tag vor der Eröffnung im Zelt an der Kampstraße: Fast alles ist schon eingeräumt, das Obst und Gemüse kommt ganz zum Schluss. Auf dem Bild sind Regionalverkaufsleiter Timo Schwania (v.l.) und Filialleiter Mirco Berkau zu sehen.

Twistringen – Der provisorische Aldi-Markt im Zelt an der Kampstraße in Twistringen eröffnet am Samstag. Dort bietet der Discounter seine Produkte an, während die Filiale an der Bundesstraße 51 umgebaut und erweitert wird. Aber wie kommt ein Supermarkt ins Zelt?

„Vor Weihnachten haben wir angefangen, das Zelt aufzubauen“, erzählt Regionalverkaufsleiter Timo Schwania. Zwischen den Jahren sei es dann ruhig gewesen. „Und vergangenen Montag sind wir mit dem Einräumen gestartet.“ Ein Tanz auf zwei Hochzeiten: Parallel zur Einrichtung des provisorischen Supermarktes mussten in der eigentlichen Filiale die Vorbereitungen für den Umbau getroffen werden. Wie berichtet, will Aldi Nord die Verkaufsfläche im Zuge der Modernisierung des gesamten Filialnetzes von bislang 875 auf 1021 Quadratmeter vergrößern.

Bis auf ein paar Trennwände aus Spanplatten sieht es in dem Zelt eigentlich aus wie in einem ganz normalen Supermarkt – zumindest wenn man nicht nach oben schaut. Am hohen, spitzen Zeltdach rotieren die Ventilatoren, und über dem Kassenbereich lugen Kabel hervor, die normalerweise im Verborgenen bleiben.

Manche der Regale und Kühltheken standen vorher im Aldi an der B51, andere stammen aus Märkten, die schon vor ein paar Monaten modernisiert worden sind. Das Zelt hat Aldi von einem Verleihbetrieb gemietet.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Discounter solch einen provisorischen Markt errichtet. Aber nicht überall, wo er seine Filialen umbaut, schlägt er auch ein Zelt auf. Laut Vertriebsleiterin Katharina Bremer wird vorab immer analysiert, inwiefern es sich lohnt. Da spielt dann zum Beispiel eine Rolle, wie weit es bis zum nächsten Aldi ist. „In Bremen machen wir das mit dem Zelt eher nicht, weil die nächste Filiale oft nur zwei, drei oder vier Kilometer entfernt liegt“, gibt Bremer ein Beispiel. Zudem komme es darauf an, ob es einen guten Standort für ein Zelt gibt.

In Twistringen ist das der Fall, wie Timo Schwania erklärt. „Wir haben Glück, dass wir diese Fläche nutzen können“, sagt er über das Areal an der Kreuzung Kampstraße/Konrad-Adenauer-Straße. Die Infrastruktur sei super. Die Stromversorgung erfolgt ihm zufolge ganz normal über ein Erdkabel. Ein Dieselaggregat sorgt dafür, dass die Kunden nicht frieren müssen.

Auf rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet das Unternehmen unter dem Zeltdach nahezu sein komplettes Sortiment an. Bei der Anlieferung arbeiten die Mitarbeiter mit einer Hebebühne statt wie gewohnt mit einer Rampe. Davon abgesehen gibt es laut Schwania aber nicht allzu viele logistische Unterschiede zwischen dem Zelt und dem richtigen Supermarkt.

Die Arbeiten am Gebäude an der B51 dauern voraussichtlich bis in den Mai an.

Von Katharina Schmidt

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