Fünf Künstler im Atelier Birkenhof

Von abstrakter Kunst, Action Painting und Schüttelbildern

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Karin-Maria Menk, Ingeborg Huhn und Subashi Dunajcik mit einigen ihrer Werke. Es fehlen Susann Schröder-Blischke und Georg Cseh.

Heiligenloh - Die Land-Art Ausstellung im Atelier Birkenhof Am Pfarrgarten ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Karin-Maria Menk richtet diese Kunstausstellung bereits zum zehnten Mal aus und lockt damit viele Kunstinteressierte in das Dorf. Für die Hobbykünstlerin ist es eine Freude, am Samstag, 24.  August, um 14 Uhr mit einer Vernissage nicht nur ihre Werke, sondern auch die von Subashi I. Dunajcik, Susann Schröder-Blicschke, Ingeborg Huhn und Georg Cseh zu präsentieren.

Ein paar Tage vor Ausstellungseröffnung ist noch keinerlei Hektik bei den Künstlerinnen zu erkennen. Dafür haben die drei Damen und auch Cseh genügend Erfahrung sammeln können. „Es ist ja nicht unsere erste“, lacht Menk. Und bei dem Elan und der Freude, die sie alle an den Tag legen, auch nicht die letzte. In der großen Scheune sowie in den Boxen daneben, reihen sich die Werke der fünf Künstler aneinander. Dunajcsik hat zehn ihrer großen Bilder mitgebracht und rund ein Dutzend Skulpturen. Die 75-Jährige betreibt in Kirchweyhe das Studio für Kunst „Echolot“. „Ich male grundsätzlich abstrakt, manchmal abstrakten Realismus“, erläutert sie. 

Dunajcsik gibt ihnen grundsätzlich keine Titel. „Ich möchte mit Flächen und Formen dem Bild Spannung geben.“ Auch den Skulpturen aus Holz, bei denen es ihr darum geht, Raum durch wegnehmen zu schaffen. Ganz anders die Werke von Ingeborg Huhn aus Bremen. Bereits zum zweiten Mal ist sie bei Menk´s Land-Art Ausstellung dabei. Sie zeigt Collagen aus Seiden- und Krepppapier, die auf Tapeten, Plakate, Kalenderblättern oder manchmal auch auf bemaltem Papier Platz finden. Diese sind ebenfalls abstrakt. „Das Malen ist für mich eine wunderbare Abwechslung – früher zum Beruf, heute zum Alltag.“ 14 Werke hat sie in der Ausstellung, wobei es ihr hauptsächlich darum geht, den Besuchern zu zeigen, was sie für Kunst gestaltet – aus Leidenschaft und nicht, um Geld zu verdienen.

Auch Menk ist oft und gerne im offenen Atelier von Dunajcik. Ihr 20 Werke sind ebenfalls abstrakt und ohne Titel. „Jeder, der die Bilder betrachtet, soll selber sehen, was er darin sieht.“ Gleichzeitig möchte sie dem Vorurteil, abstrakte Malerei sei einfach, entgegenwirken. „Sie ist nicht leicht, sondern das Gegenteil, sehr schwer.“ Sie selber male immer etwas anderes, möchte sich nicht auf einen Stil festlegen. Realismus liege ihr nicht. „Der lässt mir nicht genug Freiheit.“

Der Vierte im Bunde ist Georg „Schorsch“ Cseh. Er hebt sich etwas ab – denn er präsentiert am Wochenende, 24. und 25. August, sowie am 31. August und 1. September, samstags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr, einige seiner Werke. „Hauptsächlich Schüttelbilder und Action Painting“, so der 51-Jährige. Er experimentiere viel, kombiniert verschiedene Techniken und haucht auch Bildern alter Meister neues Leben ein. Cseh, in Twistringen auch bekannt als Benbati, möchte mit seiner Kunst zum Nachdenken anregen und auch den Finger in die gesellschaftlichen Wunden legen. Die Letzte im Bunde ist die Thedinghauser Künstlerin Susann Schröder-Blischke, die mit einigen ihrer Skulpturen einen Querschnitt in ihre Kunst gibt.

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