Abschied vom Twistringer Frauenkarneval

„Ute nimmt ihren Hut, dazu gehört Mut“

+
Ute Hammann und Marion Berger (r.).

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Das Finale ist heut von ganz besonderer Art, der Abschied bleibt keinem von uns erspart. Die Ute nimmt heute, wie man so sagt, ihren Hut. Jetzt fröhlich sein und lachen, dazu gehört schon Mut!“ – Mit diesen Worten verabschiedete Maria Striethorst im Namen der Katholischen Frauengemeinschaft am Freitagabend Ute Hammann. Sie hatte sieben Jahre lang mit Marion Berger den Twistringer Frauenkarneval organisiert.

„Nach sieben Jahren und der Ungewissheit, wie es nach dem Umzug ins neue Pfarrzentrum weitergeht, ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, tschüs zu sagen“, erklärte Ute Hammann. Noch einmal von vorne mit den Planungen anzufangen, dazu fehle ihr der Mut.

Im neuen Pfarrzentrum, so Hammann, werde es wohl keine Bühne geben und die Bewirtung müsse noch organisiert werden. „Außerdem haben sich die letzten Jahre immer mehr der etablierten Büttenrednerinnen aus Altersgründen verabschiedet, und wir hätten uns auf die Suche nach neuen Mitwirkenden machen müssen“, fügte Marion Berger hinzu.

Das bedeute jedoch nicht, dass der Frauenkarneval nicht weitergehen könne. „Wenn sich jemand findet, der dies machen möchte, dem würden wir beratend zur Seite stehen.“

Den Frauenkarneval gibt es seit Jahrzehnten. „Ich fände es schade, wenn dieses Highlight im Sande verläuft“, so Marina Meder, die wie viele andere Akteure noch Lust hat, auch die nächsten Jahre in die Bütt zu steigen.

Frauenkarneval in Twistringen 

Ute Hammann dankte am Freitagabend Marion Berger, „dass du immer am rechten Ort und zur rechten Zeit da warst“ – ob das Schmücken des Saals, das Schminken der Akteure, als Clown auf der Bühne, als Tänzerin und Choreografin oder als unvergessene Lady Gaga und Büttenrednerin.

Hamann selbst hinterlässt auch ihre Spuren, nicht nur als Chefin der Akteure oder als Wirbelwind hinter der Bühne. „Ute war immer auf Achse“, hieß es.

Zum Finale waren die „alten“ Stars des Frauenkarnevals noch einmal auf der Bühne (wir berichteten): von Maria Striethorst und Hedwig Thomes über Annette Burock und Änne Hanke bis zu Roswitha Schütte sowie Amelandfrauen und Ansagerin Hildegard Thiede. Für die begeisterten Tänzerinnen des SV Mörsen-Scharrendorf wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Auch andere wollen weitermachen, so wie Anke Rickers und Marina Meder als die streitenden „Anton und Stine“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

1:0-Erfolg gegen West Ham

1:0-Erfolg gegen West Ham

Israel beschränkt erneut Zugang für Muslime zum Tempelberg

Israel beschränkt erneut Zugang für Muslime zum Tempelberg

Bilder aus Hamburg: Mann greift Passanten mit Messer an

Bilder aus Hamburg: Mann greift Passanten mit Messer an

„Summer in the City“-Finale auf dem Marktplatz

„Summer in the City“-Finale auf dem Marktplatz

Meistgelesene Artikel

Dauertennis: Live-Stream vom Weltrekordversuch 

Dauertennis: Live-Stream vom Weltrekordversuch 

Hochwasser: 130 Feuerwehrkräfte im Pumpeinsatz

Hochwasser: 130 Feuerwehrkräfte im Pumpeinsatz

Aufbruch am Morgen: Landkreis-Feuerwehren helfen in Heersum

Aufbruch am Morgen: Landkreis-Feuerwehren helfen in Heersum

700 Tiere und beeindruckende Moorwelten - zu Besuch in Ströhen

700 Tiere und beeindruckende Moorwelten - zu Besuch in Ströhen

Kommentare